Vortrag über die Bürsten-Tradition

Plädoyer für Todtnauer Museum

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 08. August 2016 um 17:47 Uhr

Todtnau

In einem Vortrag über die Geschichte der Schwarzwälder Bürstenindustrie warb Brigitte Heck vom Badischen Landesmuseum eindringlich für ein Museum in Todtnau, um das geschichtliche Erbe der Bürstentradition zu bewahren.

Der Vortrag fand auf Einladung des Vereins Kulturhaus Todtnau statt, der sich ein solches Museum zum Ziel gesetzt hat.

Der damalige Amtmann von Schönau, Franz Ackermann (1778-1837), hielt von der Idee der Bürstenbinderei im Sinne von Leodegar Thoma (Pionier der arbeitsteiligen Bürstenproduktion) einst wenig und stellte ihr eine schlechte Prognose aus, berichtete Brigitte Heck. Ein zeitgenössisches Zitat von 1844 beschreibt den Bürstenhandel so: "Überall konnte man den Todtnauer mit seinen Bürsten- und Zunder-Bündeln über die Achsel geworfen handelnd einherziehen sehen, mit den allernötigsten Bedürfnissen des Lebens". Noch im Jahre 1850 konnte man von einer Krisenzeit sprechen.

Die Todtnauer hatten jedoch die Notwendigkeit einer verbesserten Erreichbarkeit erkannt und um Unterstützung bei der Großherzoglichen Regierung ...

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