Friesenheim-Heiligenzell

Trauer um Gerhard Mahr

Bastian Bernhardt

Von Bastian Bernhardt

Do, 30. Juli 2020 um 13:09 Uhr

Friesenheim

Er war ein prägender Kommunalpolitiker: Bereits vergangene Woche Donnerstag ist Gerhard Mahr im Alter von 80 Jahren gestorben.

Er war als CDU-Gemeinderats- und Ortschaftsratsmitglied sowie als CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender mehr als 30 Jahre lang eine prägende Stimme der Kommunalpolitik. Von 1975 bis 2015 war er außerdem Vorsitzender des SV Heiligenzell. Mahr wurde für sein großes Engagement 2008 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Auch vom Deutschen Fußballbund wurde er ausgezeichnet.

Mahr wurde 1940 in Znaim in Südmähren im heutigen Tschechien geboren. Er wuchs in Weinheim an der Bergstraße auf. Zunächst lernte er Industriekaufmann, dann wurde er Polizist und kam 1971 nach Heiligenzell. Aus der Ehe mit seiner Frau Renate gingen drei Kinder hervor.

In den 1990er-Jahren war er auch Fraktionsvorsitzender

Bei der Kommunalwahl 1979 wurde er für die CDU in den Friesenheimer Gemeinderat und in den Heiligenzeller Ortschaftsrat gewählt. In den 1990er-Jahren war er Chef des CDU-Orts- und Gemeindeverbands sowie Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. Mahrs Markenzeichen war seine schnörkellose Sprache. Helmut Rau beschrieb Mahr einmal als "sachlich, zielgerichtet, verbindlich, ohne große Schau, aber selbstbewusst". Mahr verstärkte von 2012 an zwei Jahre lang als Nachrücker für den tödlich verunglückten Gustl Schrempp die CDU-Fraktion im Friesenheimer Gemeinderat. Dort zeigte er sich diskussionsfreudig wie in seinen früheren kommunalpolitischen Zeiten. Bei der Gemeinderatswahl 2014 wurde er nicht mehr in das Gremium gewählt. Zuletzt nahm er auch kaum noch am kommunalpolitischen Diskurs teil.

Die Trauerfeier wird im engsten Familienkreis stattfinden.