SC Freiburg

Traumfreistoß sorgt für Sieg im Jubiläumsspiel von Christian Streich

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Sa, 07. Dezember 2019 um 17:25 Uhr

SC Freiburg

Der SC Freiburg beendet seine Heim-Negativserie gegen den VfL Wolfsburg. Dank eines Traumfreistoßes von Jonathan Schmid gewinnen die Freiburger in einem chancen- und spannungsarmen Spiel mit 1:0.

Dank Freistoßtorschütze Jonathan Schmid hat der SC Freiburg erstmals mit Trainer Christian Streich zuhause gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Der Mittelfeldspieler erzielte am Samstagnachmittag in einer weitgehend mauen Bundesliga-Partie in der 85. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0). Die Überraschungs-Mannschaft des dienstältesten Erstliga-Trainers hielt damit den Anschluss in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. Christian Streich feierte gegen Wolfsburg ein Jubiläum: Zum 300. Mal saß er auf der Bank des SC Freiburg. Für Europa-League-Teilnehmer Wolfsburg war es die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen.

23.800 Zuschauer im Stadion

Die 23.800 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion wurden nur mäßig unterhalten. Erst kurz vor dem Ende durften die meisten der Fans dank Schmid jubeln: Aus rund 25 Metern prallte sein Freistoß vom Innenpfosten ins Tor, der 29-Jährige sorgte damit für das Highlight in einer an Höhepunkten armen Partie.

Die erste Hälfte war geprägt von intensiven Zweikämpfen und zahlreichen Fehlpässen auf beiden Seiten. In den Strafräumen passierte in der ausgeglichenen Begegnung wenig, Spielfluss kam nur selten zustande. Die Freiburger erarbeiteten sich ihre Angriffe häufiger über die linke Seite. So war es auch der schnelle Linksverteidiger Christian Günter, der für den ersten gefährlichen Abschluss der Gastgeber sorgte. Aus rund 16 Metern zog Günter ab, verfehlte das Tor aber knapp (16.). Ein Freistoß von Jonathan Schmid stellte Keeper Koen Casteels ebenfalls vor keine Prüfung (32).

Keine Torchancen auf beiden Seiten

Freiburgs Torhüter Mark Flekken will seinen Platz auch bei der Rückkehr des noch nicht ganz wieder fitten Alexander Schwolow behalten, der bis zu seiner Verletzung die unumstrittene Nummer eins war. Aber auch Flekken bekam keine Gelegenheit sich auszuzeichnen. Aufseiten der Gäste blieb auch VfL-Torjäger Wout Weghorst bis auf einen Kopfball (43.) lange unauffällig.
SC-Spieler in der Einzelkritik: Schmids Zauberfuß bringt SC-Fans zum Jubeln

Im Vergleich zum 2:4 in Gladbach hatte Streich Nationalspieler Robin Koch aus dem Mittelfeld in die Abwehrreihe zurückgezogen und damit die Defensive gestärkt. Ohnehin zählen beide Mannschaften zu den defensivstärksten der Liga. Kein Team hat zu Hause weniger Treffer kassiert als der SC, auswärts steht Wolfsburg in dieser Kategorie auf Platz eins. So ging es folgerichtig torlos in die Halbzeit.

Harmlose Offensiven

Auch nach dem Wechsel agierten beide Teams in der Offensive harmlos. Die Freiburger kamen etwas besser ins Spiel und hatten sich den Treffer eher verdient. Aber auch Lucas Höler und Nicolas Höfler in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte und Roland Sallai (66.) waren bei den Möglichkeiten nicht gefährlich genug. Die Gäste hatten ihre beste Chance durch Weghorst (82.), William vergab später noch den möglichen Ausgleich.

Nach der Partie erlaubte sich Jubiläums-Coach Streich, der erstmals zu Hause gegen Wolfsburg gewann, beim TV-Sender "Sky" einen ironischen Kommentar, ohne dabei die Miene zu verziehen: "In den Jahrhundertbüchern des SC Freiburg kann man reinschreiben, dass wir einmal am 14. Spieltag mehr Punkte hatten als die Bayern. Ist doch auch mal lustig."

"Die Arbeit gegen den Ball zeichnet uns aus – wir haben wieder zu Null gespielt und wenig zugelassen" Nils Petersen

SC-Spieler Nils Petersen äußerte sich im post-match-Interview wie folgt: "Die Arbeit gegen den Ball zeichnet uns aus – wir haben wieder zu Null gespielt und wenig zugelassen". Ein Ex-Freiburger äußerte sich ebenfalls: "Es war ein Spiel ohne Torchancen auf beiden Seiten", sagte Admir Mehmedi nach dem Abpfiff. Er fügte hinzu: "Für mich war es ein Unentschiedenspiel, kein berauschendes Spiel für die Zuschauer, mit dem glücklichen Ende für den SC Freiburg."

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