Trend zu höherer Bildung flaut ab

dpa

Von dpa

Mi, 24. Juni 2020

Deutschland

Experten legen Bericht vor.

Nach einem jahrzehntelangen Anstieg des Bildungsstandes der Bevölkerung in Deutschland ist nach Einschätzung von Forschern ein Ende dieses Trends in Sicht. Darauf deuteten stagnierende und zum Teil sogar sinkende Anteile von Schülern hin, die aufs Gymnasium wechseln, und auch sinkende Absolventenquoten mit mittlerem Abschluss und Hochschulreife, wie aus dem Bericht "Bildung in Deutschland 2020" hervorgeht, der am Dienstag in Berlin vorgelegt wurde. In dem Bericht werden Herausforderungen und Trends von der Kita bis zur Erwachsenenweiterbildung beschrieben.

In der Bevölkerung wird demnach zwar der Trend zu höherer Bildungsbeteiligung und höheren Abschlüssen von Jahr zu Jahr stärker sichtbar. So hätten immer mehr Menschen die Hochschulreife und einen Hochschulabschluss. "Allerdings wird auch deutlich, dass dieser Trend seine Grenzen hat", schreiben die Autoren. Seit 2013 sei der Anteil der Schulabgänger ohne mindestens Hauptschulabschluss von 5,7 auf 6,9 Prozent (2018) gestiegen und die Abiturientenquote gesunken – von 53 Prozent 2014 auf 50 Prozent 2018. Die Autoren befürchten, dass die Corona-Krise soziale Ungleichheiten bei der Bildung verschärfen könnte.