Trotz Vakanz regelmäßig Gottesdienste in Schönau

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 07. November 2019

Schönau

Evangelische Kirchengemeinde in Schönau kann auf die Hilfe vieler Prediger zurückgreifen / Seit fünf Jahren ohne festen Pfarrer.

SCHÖNAU (BZ/dsa). Auch fünf Jahre nach dem Weggang von Pfarrer Peter Hasenbrink organisierte der evangelische Kirchengemeinderat in Schönau jeden Sonntag einen Gottesdienst. Möglich machen dies auswärtige Pfarrer und Prädikanten. Einen Nachfolger für Hasenbrink gibt es aber noch nicht. Dies wurde bei der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde deutlich.

Der Kirchengemeinderatsvorsitzende Ronald Kaminsky sagte, dass das Vertretungsmodell Potenzial für die Zukunft habe. Er sieht darin auch den Vorteil, dass die Gläubigen durch die verschiedenen Prediger unterschiedliche Impulse und Sichtweise erhalten. "Das schätzt die Gemeinde", so Kaminsky. Regelmäßige Gotttesdienste halten beispielsweise Pfarrer Helmut Wolff aus Zell, Prädikant Thomas Lohse aus Schönau, Ulrike Mack-Vogel aus Schopfheim, Dekan i.R. Hans-Joachim Zobel aus Freiburg und Dietmar Coors aus Sinsheim. Die ausgeschriebene Pfarrerstelle sieht vor, dass sich der Stelleninhaber sowohl um Todtnau (über 600 evangelische Christen) und den Gemeindeverwaltungsverband Schönau (über 700) kümmert. Zu den Aussichten, wieder einen Pfarrer zu bekommen, sagte er: "Ich denke, da tut sich was."

Ronald Kaminsky gab bei der Versammlung eine Zusammenfassung der Arbeit des noch amtierenden Kirchengemeinderates über die letzten sechs Jahre. Großer Beliebtheit erfreue sich zudem ein sonntägliches Kirchenkaffee. Weitere Neuerungen seien spezielle Gottesdienste etwa an Heiligabend, in der Osternacht und die Lesung am Palmsonntag. Der Gitarrenkreis und die Mandelzweigband treffen sich fast wöchentlich und gestalten mehrere Gottesdienste musikalisch mit, so Kaminsky.

Die Heizung der Kirche sei erneuert und für die kalten Jahreszeiten eine Sitzheizung installiert worden. Als sehr positiv bewertete Kaminsky die gewachsene Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in Todtnau und Zell mit gemeinsamen Gottesdiensten und Projekten wie der Evangelien-Abschrift und der gemeinsamen Jugendarbeit mit Gemeindediakonin Rebekka Specht. Kirchengemeinderat Klaus Wuchner berichtet nach der vielfältigen Bilanz über eine bereits geplante und notwendige Renovierung der Kirche im Hinblick auf Blitzschutz, elektrische Infrastruktur und Dachabdichtung. Wolfgang Busch dankte im Namen der Gemeinde dem Kirchengemeinderat für dessen Einsatz über die vielen Jahre gerade auch in der Vakanzzeit. Die Gemeinde freue sich über eine Vielzahl von Aktivitäten, vor allem aber über den Zusammenhalt untereinander: "Wir sind ein bisschen wie Familie", hieß es.

Vier Gemeindeglieder kandidieren für die Wahl zum neuen Kirchengemeinderat: Sabine Keller, Werner Beierer, Klaus Wuchner und Ronald Kaminsky. Die Wahlunterlagen werden bereits am kommenden Wochenende mit der Post versandt. Man kann die Stimmzettel in die Briefkästen des Schönauer Rathauses oder des Pfarrbüros einwerfen. Pfarrer Hellmuth Wolff beendete die Gemeindeversammlung mit einem Gebet.