Über alle Zweifel erhaben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 10. September 2019

Tennis

Ex-Tennisprofi Frank Wintermantel gewinnt Peter-Gutmann-Turnier in Grenzach und verhindert Titelverteidigung von Dimitar Grabul.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Es ist schon eine ganze Weile her, in der Tennisvita von Frank Wintermantel aber bleibt es eines der herausragenden Ereignisse. Vor knapp 15 Jahren schlug der Bad Krozinger in Barcelona für das deutsche Junior-Davis-Cup-Team auf und bezwang beim Finalturnier in Spanien einen gewissen Juan Martin del Potro mit 7:5, 7:5. Während der mittlerweile 30-jährige Argentinier zum Grand-Slam-Gewinner avancierte und heute noch auf der ATP-Tour unterwegs ist, ist Wintermantels Zeit als Profi längst vorbei. Der 31-Jährige spielt aber noch in der Bundesliga für den TC Weinheim sowie ausgewählte Wettbewerbe, wie nun das Peter-Gutmann-Turnier des TC 1923 Grenzach – und sicherte sich den Sieg bei der 46. Auflage des DTB-Ranglistenturniers.

Im Finale triumphierte Wintermantel über Dimitar Grabul vom Grenzacher Badenliga-Meisterteam und verhinderte somit die Titelverteidigung des Belgiers. Vielleicht hatte sich Wintermantel vor dem Endspiel ja noch flugs ein paar Tipps bei seinem Bundesliga-Teamkollegen Casper Ruud geholt, schließlich weiß der Norweger, wie Grabul zu schlagen ist: 2015 bezwang der Norweger den Mazedonier im Davis Cup in drei Sätzen. Aber wahrscheinlich verzichtete Wintermantel auf die Kontaktaufnahme zu Ruud, denn Tipps waren offenbar keine notwendig, zu überlegen agierte der Bad Krozinger gegen Grabul und siegte 6:0, 6:1. Das bescherte Wintermantel nebst Ruhm und Ehre auch 1 200 Euro, für Grabul blieben als Finalist 600 Euro.

Im mit 28 Akteuren besetzten Feld des DTB-Ranglistenturniers war der Bundesliga-Spieler zwar nicht gesetzt, aber für TC-1923-Vorstand Thilo Kaltenbach dennoch "im Vorfeld der Top-Favorit" gewesen. Einzig im Viertelfinale geriet Wintermantel ins Straucheln, rang Fred Olivier Schommer (TC Rotenbühl Saarbrücken) erst im Match-Tiebreak nieder (6:2, 1:6, 10:7). Im Halbfinale, das am letzten Turniertag ebenso wie das Endspiel wetterbedingt in die Tennishalle verlegt werden musste, schaltete Wintermantel den Grenzacher Alejo Prado aus (6:2, 6:3). Ebenfalls in zwei Sätzen sicherte sich Grabul seine dritte Finalteilnahme in Folge, er besiegte in der Runde der letzten Vier seinen Teamkollegen Jacob Kahoun (6:4, 6:3), ehe er im Endspiel ohne Siegchance blieb.

Parallel zum DTB-Ranglistenturnier trug der TC 1923 auch sein Leistungsklassenturnier aus und durfte sich in der Männer-B-Konkurrenz über einen Heimsieg freuen. Slobodan Smilkovski (LK 12) zog ohne Satzverlust ins Finale ein, in drei Matches gab er lediglich acht Spiele ab. Ebenso dominant trat der Grenzacher auch im Finale auf, gegen Marcel Assmann (TC Lörrach, LK 12) schlug er souverän den Weg zum Turniersieg ein und führte nach Satzgewinn (6:2) auch im zweiten Durchgang (3:0), ehe sein Kontrahent aufgeben musste – was den verdienten Triumph Smilkovskis nicht schmälerte.

Finals, Männer 40: Michael Bühler (TC Eimeldingen) – Thorsten Siedler (TC BW Weil) 7:5, 6:4; M 50: Toni Garcia (TC Grenzach-Wyhlen) – Armin Kirchhofer (TC Hauingen) 6:1, 6:1; M 60: Markus Fisch – Eduard Flury (beide TC 1923 Grenzach) 6:4, 6:2; M 65: Harald Fürst (TC Eimeldingen) kampflos; M 70: Hans-Dieter Fleig (TC Maulburg) – Wolfgang Krause (SV Schopfheim) 6:2, 6:4.