Feuer im Mittelweg

51-Jährige springt bei Wohnungsbrand in Umkirch aus dem Fenster

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Di, 07. Mai 2019 um 23:03 Uhr

Umkirch

Bei einem Wohnungsbrand in Umkirch ist eine Bewohnerin leicht verletzt worden. Die 51-Jährige rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster. Das Feuer war im vierten Stock ausgebrochen.

Der Brand in dem vierstöckigen Wohnblock im Mittelweg war gegen 20.40 Uhr der Feuerwehr gemeldet worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Umkirch stand das oberste Stockwerk schon im Vollbrand. Zwei Wohnungen in dem großen mehrgliedrigen Wohnblock sind nicht mehr bewohnbar. Den Schaden schätzt die Polizei derzeit auf etwa 200 000 Euro.

Nach Angaben der Polizei sprang die 51-jährige Bewohnerin aus einem Fenster des dritten Obergeschosses in eine Hecke und zog sich dabei nur leichte Verletzungen zu. Die Frau wurde von Rettungskräften in eine Klinik eingeliefert. Andere Hausbewohner wurden nicht verletzt.

Atemschutztrupps der Umkircher Wehr begannen mit dem Löschangriff, zusätzlich rückten Feuerwehrkräfte aus March und Bötzingen aus. Auch das Umkircher DRK und weitere Kräfte wurden angefordert. Insgesamt über 25 Retter kümmerten um sich um die rund 30 Menschen, die den Gebäudekomplex in der Nähe der Umkircher Hochhäuser wegen der starken Rauchentwicklung verlassen hatten.

Bürgermeister Walter Laub kam ebenfalls zum Einsatz, um mit den Rettungskräften die Versorgung der Menschen zu organisieren. Zunächst waren auch weitere Wohnungen der baulich miteinander verbundenen Wohnblocks geräumt worden. Nachdem die Feuerwehr überall kontrolliert hatte, ob eine Rauchbelastung vorliegt und ob die Stromleitungen intakt sind, konnte ein Großteil der Wohnungen noch am späten Abend wider bezogen werden. Etwa zehn Bewohner des Gebäudeteils, in dem der Brand ausgebrochen war, wurden im DRK-Gruppenraum von DRK-Einsatzkräften betreut. Nach Mitternacht konnten auch sie in ihre Wohnungen zurückkehren. Die ausgebrannte Wohnung ist aber unbenutzbar, auch die darunter liegende Wohnung ist wegen Wasserschaden derzeit unbewohnbar. Ihre zwei Bewohner konnten bei Angehörigen in Umkirch unterkommen.

Die Feuerwehr, die auch mit der Führungsgruppe Kaiserstuhl den vom stellvertretenden Umkircher Kommandant Florian Müllerschon geleiteten Einsatz begleitete, war mit insgesamt über 60 Kräften vor Ort.

Zusätzlich wurde das Technische Hilfswerk aus Breisach angefordert, das eine Drohne einsetzte, um die Kontrolle des Gebäudes auf mögliche versteckte Glutnester zu unterstützen. Auch die Bötzinger Drehleiter kam zum Einsatz. Mit ihre konnte die Gebäudefassade auf mögliche versteckte Glutnester untersucht werden.

Die eigentlichen Löscharbeiten waren gegen 21.30 Uhr beendet.

Zur Brandursache liegen noch keine Angaben vor, die Polizei setzt am Mittwoch die Ermittlungen fort.