Volleyball

VC Printus Offenburg steht kurz vor dem Meisterstück

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Sa, 16. Februar 2019 um 23:46 Uhr

Volleyball

Die Weichen für die vorzeitige Meisterfeier sind gestellt. Das 3:0 des VC Printus Offenburg über den Aufsteiger TV Planegg-Krailing ebnet den Weg, in zwei Wochen den dritten Titel der Zweiten Liga zu feiern.

Die Alternative zum Narrentreiben in der Stadt schien in den ersten Minuten der Auseinandersetzung eine fast närrische Note zu erhalten. Der hohe Favorit sah sich erst einmal mit einem Rückstand konfrontiert. Das verdienten sich die Mädels aus dem Raum München mit aufopferungsvollem Einsatz. Das 4:6 war aber nur ein Zwischenhoch. Zwischen der ersten (8:7) und zweiten technischen Auszeit (16:9) zeigte der Tabellenführer, dass er auch mit reduziertem Kader dem Aufsteiger um Längen überlegen ist. Der Vorsprung bildete die Basis um mit 25:19 für klare Verhältnisse zu sorgen.

Die individuellen und kollektiven Fähigkeiten der Südbadenerinnen waren das prägende Element des neunten Heimspiels der Spielzeit. Sie ließen sich fortan kaum mehr einlullen, gaben den Takt im Spiel an. Das Fehlen der amerikanischen Mittelblockerin Tessa Dahnert glich die junge Linkshänderin Leonie Amann gut aus. Was die Akteurinnen aus Planegg aber auszeichnete, sie hatten ihre Hausaufgaben gut gemacht. Immer wieder sahen sich die Angreiferinnen des VCO nach Finten einem Block gegenüber, der nicht unbedingt zu erwarten war. All das änderte aber nichts am klaren 25:15 im zweiten Satz.

Konzentration lässt nach

In Durchgang drei sorgte der Wechsel auf der Zuspielposition für Anpassungsproblemchen. Richarda Zorn machte Katrin Hahn Platz. Für den eher zähen Verlauf des Durchgangs war diese Personalie weit weniger von Bedeutung als die etwas nachlassenden Konzentration beim gesamten Team. Das zeigte sich vor allem in der Annahme. Hier wurden die guten Aufschläge der Planeggerinnen zu selten so beherrscht, dass sich daraus konstruktive Angriffe entwickeln konnten. Beim 11:10 nahm Offenburgs Trainer Florian Völker eine Auszeit, um das Team neu einzustellen. So verlängerte sich der Abend etwas und bekam ab dem 20:19 noch eine unerwartete Komponente: Spannung. Und deren beste Akteurin Romy Hagen riss mit ihrem emotionalen Spiel und klugen Aktionen ihr Team mit. Beim 22:22 unterlief aus gerechnet der nur 1,70 Meter großen Akteurin ein Aufgabefehler. Die Vorentscheidung. Mit 25:22 gewann der VCO den dritten Durchgang.