Tests an Schulen

Verantwortungsloser geht’s nicht

Erich Hosenseidl

Von Erich Hosenseidl (Merzhausen)

Do, 01. April 2021

Leserbriefe

Zu: "Ein Graben zieht sich durch die Elternschaft", Beitrag von Stephanie Streif und Elena Stenzel (Die dritte Seite, 19. März)

Man reibt sich die Augen. Vielstimmig wird das Öffnen und Offenhalten von Kitas und Schulen, besonders Grundschulen, als vordringliches Ziel gefordert. Und ebenso als wesentliche Vorbedingung ein möglichst lückenloses Testen. Kommunen, Apotheken, medizinisches und pädagogisches Personal, bürgerschaftliche Initiativen engagieren sich, um noch fehlende Infrastruktur und Konzepte zu ersetzen – so an der Karoline-Kaspar-Schule in Freiburg-Vauban. Und was geschieht?

Da gibt es Eltern, die mitunter lautstark gegen (freiwillige!) Tests ihrer Kinder protestieren – mit der Begründung, ihre Kinder könnten dabei stigmatisiert werden! Dagegen scheint es von geringerer Bedeutung, dass die Virusinfektion unerkannt in die Schule und zwangsläufig in Kinder, schulisches Personal und mit ihnen in ihre Familien geschleppt und verbreitet werden kann. Schulamt und Schulleitung knicken ein! Wer den Kopf in den Sand steckt, sieht im Bedarfsfall keine Infektionen? Das Virus freut’s. Den Schaden hat die Gesellschaft mit den bekannten Folgen zu tragen. Verantwortungsloser geht’s nicht.Erich Hosenseidl, Merzhausen