Kampf gegen Covid

Verstärkte Corona-Kontrollen in Baden-Württembergs Gastronomie

dpa, kmg

Von dpa & Konstantin Görlich

Do, 21. Oktober 2021 um 15:31 Uhr

Südwest

Werden Kontaktdaten und Impfnachweise der Gäste korrekt behandelt? Stimmt das Hygienekonzept? Das Land kontrolliert jetzt verstärkt, ob in der Gastronomie alles coronakonform abläuft.

In mehreren baden-württembergischen Städten sind am Donnerstag verstärkt Gaststätten, Restaurants und Cafés kontrolliert worden, ob sie die Corona-Regeln einhalten. In Waldkirch etwa wurde zum Start der zweitägigen Schwerpunktkontrollen die Erfassung der Kontaktdaten überprüft oder nach Impfnachweisen gefragt. Zugleich wurden Inhaber der Lokale aufgefordert, ihr schriftliches Hygienekonzept vorzulegen, wie ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes mitteilte.

Die Kontrollen waren vom Sozialministerium angekündigt worden. In Freiburg wird nach Angaben der Stadtverwaltung der überwiegende Teil der Gaststätten und Restaurants einer Überprüfung unterzogen. In der Vergangenheit sei lediglich ein Verstoß gegen die 3G-Regel festgestellt worden. Die meisten Verstöße seien bei der Kontaktnachverfolgung und Maskenpflicht registriert worden.

Eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbandes zeigte in Stuttgart Verständnis für die Kontrollen. "Das stärkt nicht nur das Sicherheitsgefühl der Gäste, sondern stützt auch die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deren Beschäftigte, die sich zunehmend der Kritik von Gästen ausgesetzt sehen, wenn sie die Zugangsregeln pflichtgemäß kontrollieren."



In der aktuellen Lage - bei weniger als 250 Corona-Patienten auf den Intensivstationen im Land und einer Hospitalisierungsinzidenz unter 8,0 - gilt in der Gastronomie in geschlossenen Räumen die 3G-Regel: Geimpfte, Genesene und Getestete sind zugelassen, müssen aber außer beim Essen und Trinken eine Maske tragen. Gastwirte können seit kurzem aber auch das 2G-Modell wählen. Dann dürfen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, ein Lokal nicht betreten.



Allerdings war in Baden-Württemberg zuletzt ein drastischer Inzidenzanstieg festzustellen. Sobald er sich auch auf die Intensivbelegung auswirkt, könnte der Grenzwert von 250 Patienten erreicht werden und die Warnstufe gelten. Das könnte schon Ende nächster Woche passieren. In der Innengastronomie wäre für Ungeimpfte dann statt eines Schnelltests ein teurerer PCR-Test die Zugangsvoraussetzung.


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