Viele gegen die Grippe geimpft

dpa

Von dpa

Fr, 19. Februar 2021

Panorama

Nachfrage mehr als verdoppelt.

Mindestens zu Beginn der Saison im Herbst 2020 haben sich mehr Menschen in Deutschland gegen Grippe impfen lassen als in früheren Jahren. Mit 1,8 Millionen Impfungen im September 2020 sei ein Anstieg um 165 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet worden, sagte ein Sprecher des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland. Es gebe Hinweise, dass auch im vierten Quartal deutlich häufiger gegen Grippe geimpft worden sei. Zu 2021 könnten noch keine validen Aussagen getroffen werden.

Das Paul-Ehrlich-Institut hatte in dieser Saison mehr Impfdosen gegen die Influenza freigegeben als in den Jahren zuvor: 25 Millionen. Der Bund hatte zusätzliche Dosen beschafft, um eine zusätzliche Belastung des Gesundheitswesens in der Corona-Krise zu vermeiden. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände geht von einem "sehr erfreulichen Spitzenwert" an Grippe-Impfungen aus: In Anbetracht der freigegebenen Menge und einer Schätzung, wonach eine Million Dosen noch verfügbar ist, seien weit mehr als 20 Millionen Menschen geimpft worden. Auch im Februar sei die Impfung noch sinnvoll. Vor Saisonbeginn hatte es Befürchtungen gegeben, der Grippeimpfstoff könne nicht reichen – nun drohen manche Apotheken auf Beständen sitzenzubleiben. "Da liegt noch Einiges", so ein Sprecher des Berliner Apotheker-Vereins.