Vierjährige am Titisee reanimiert

dpa

Von dpa

Di, 21. Juni 2022

Südwest

Badeunfälle im Südwesten.

(dpa/BZ). Zu mehreren Badeunfällen ist es am Wochenende im Südwesten gekommen. Eine Frau kam dabei im Bodensee ums Leben, ein vierjähriges Mädchen musste am Titisee reanimiert werden. Badegäste hatten am Sonntagabend beobachtet, wie das Kind reglos im Wasser an der Badestelle des Sees im Hochschwarzwald trieb. Ersthelfern und Einsatzkräften von Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gelang es, das Mädchen wiederzubeleben. Es wurde in die Freiburger Universitätsklinik gebracht. Der Zustand der Vierjährigen werde als "kritisch" eingestuft, teilte das Freiburger Polizeipräsidium am Montagmittag mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks am Sonntag um 18 Uhr waren neben zwei ehrenamtlichen Kräften der DLRG auch noch zwei weitere Retter privat am Titisee; alle halfen sie bei dem dramatischen Einsatz. Die Badestelle am Ort des früheren Strandbades Titisee wird am Wochenende von der DLRG ehrenamtlich beaufsichtigt, da hauptberufliches Aufsichtspersonal fehlt.

Im Fall des Unglücks bei Meersburg war nach Angaben der Polizei eine 52-Jährige am Landungssteg am Sonntag in Richtung Seemitte geschwommen. Als sie etwa 300 Meter vom Bodensee-Ufer entfernt war, rief sie laut Zeugenaussagen um Hilfe. Mehrere Menschen schwammen zu ihr und brachten sie an Land. Die Frau sei zu diesem Zeitpunkt bereits leblos gewesen. Trotz Reanimationsmaßnahmen durch Ersthelfer und den Rettungsdienst starb sie am Unfallort. Nach weiteren Zwischenfällen im Bodensee wurden eine 73-jährige Frau und ein 71-jähriger Mann ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.