Von der Leyen: Beim Impfstoff "erfolgreich"

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Von dpa

Do, 18. Februar 2021

Ausland

EU-Kommissionschefin ordert weiteres Vakzin von Moderna.

Nach heftiger Kritik an ihrer Impfstoffstrategie macht EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen Tempo bei der Bekämpfung der gefürchteten Varianten des Coronavirus. Sie präsentierte einen Aktionsplan, um rasch ausreichend Impfstoff gegen die sich ausbreitenden Mutanten zur Verfügung zu haben. Zugleich orderte die Kommission nochmals bis zu 300 Millionen Impfdosen vom US-Hersteller Moderna.

Die Kommissionschefin verteidigte den Ankauf von nun insgesamt 2,6 Milliarden Impfdosen für die 450 Millionen Europäer nochmals als "sehr erfolgreich". Doch gelte es, vor der Welle zu bleiben: "Neue Varianten des Virus entwickeln sich schnell, aber wir müssen in unserer Reaktion noch schneller sein."

Ihr Aktionsplan "Hera Incubator" setzt an drei Stellen an: Entdeckung mutierter Viren, schnelle Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen sowie der Ausbau der Impfstoffproduktion in der EU.

So will die Kommission 75 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Tests und den Ausbau der Genom-Sequenzierung stecken, die die Varianten aufspüren kann. Zur Erforschung der Mutanten sollen 150 Millionen Euro hinzukommen. Ein Netzwerk aus 16 EU-Staaten und fünf weiteren Ländern namens "Vaccelerate" soll klinische Tests beschleunigen, auch bei Kindern und Jugendlichen.

Für eine schnellere Zulassung von Impfstoffen, die an die Mutanten angepasst sind, sollen Regeln vereinfacht werden. Die Kommission bringt auch eine gemeinsame Notfallzulassung auf EU-Ebene ins Gespräch, bei der die EU-Staaten das Haftungsrisiko gemeinsam tragen.