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Drogenkonsum in der EU

Vor allem Jugendliche werden erwischt

  • Jan Scharf, Klasse 8c, Goethe-Gymnasium (Freiburg)

  • Do, 09. April 2020, 13:53 Uhr
    Schülertexte

     

Jan Scharf, Schüler der Klasse 8c des Goethe-Gymnasiums in Freiburg, hat einige spannende Infos zum Drogenkonsum in der Europäischen Union zusammengetragen.

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) hat ihren Drogenbericht mit aktuellen Daten zur Situation illegaler Drogen in Europa sowie mit Daten aus Norwegen und der Türkei am 6. Juni 2019 veröffentlicht . Der Bericht gibt einen Überblick über die Zahlen zu Drogenkonsum und Trends, Angebot und Märkten sowie Schadensminimierung und Behandlung.

Schätzungsweise rund 96 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 15 und 64 Jahren (29 Prozent) haben mindestens einmal in ihrem Leben illegale Drogen genommen. Dabei werden Drogen mehr von jüngeren Menschen konsumiert: So haben im letzten Jahr geschätzt 19,1 Millionen der 15 bis 34-Jährigen (16 Prozent) illegale Drogen konsumiert. Im Jahr 2017 sind in der EU 8238 Personen an einer Überdosis von Drogen gestorben. Allerdings bleibt Cannabis weiterhin die am häufigsten konsumierte illegale Droge in der EU.

Rede der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler: "Der heute vorgelegte Europäische Drogenbericht zeigt, dass vor allem 15- bis 34-Jährige zu illegalen Drogen greifen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Präventionsanstrengungen gerade bei den Kindern und Jugendlichen weiter intensivieren, die besonders gefährdet sind. Eine dieser Gruppen sind Kinder und Jugendliche, die selbst suchtkranke Elternteile haben. Eine weitere Baustelle sind die gestiegenen Wirkstoffgehalte bei Cannabis und Kokain. Die Verbreitung dieser Substanzen sowie den Handel einzudämmen und gleichzeitig mehr Aufklärung zu leisten muss gemeinsames Ziel aller europäischen Staaten sein!"

Außerdem stellt der Europäische Drogenbericht 2019 eine Reihe digitaler Angebote im Bereich "Mobile Health" vor. Diese kommen in der Prävention, Behandlung und Schadensminimierung zum Einsatz. Sie stellen Informationen, Hilfsangebote und Selbsthilfe-Apps bereit. Jedoch fehlen teilweise noch Qualitätsstandards, Datenschutzbestimmungen und Evaluationen.

Rede von Timm Pfeiffer-Gerschel, Leiter der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht: "Die Digitalisierung schreitet bereits heute mit großen Schritten voran und macht auch vor den Angeboten der Suchthilfe, -beratung und -behandlung nicht Halt. Unser Ziel muss es sein, die hohen Qualitätsstandards, die wir in den Einrichtungen heute haben, auch in das digitale Zeitalter und dessen Instrumente zu überführen. Nur so gelingt es, den Betroffenen sowie den Expertinnen und Experten auch in Zukunft eine zuverlässige Orientierung zu ermöglichen. Hier wartet einerseits für alle Beteiligten noch viel Arbeit – andererseits gibt es in Deutschland und Europa auch heute schon viele gute Beispiele, von denen wir wechselseitig lernen können."

Der Drogenkauf und -besitz in Schulen ist in den letzten Jahren auch stark gestiegen, im Fokus steht die Droge Cannabis. In den meisten Fällen erwischt die Polizei dabei Jugendliche – deutlich seltener gehören Kinder unter 14 Jahren zu den Tätern.

Ressort: Schülertexte

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