Langer Atem für einen Gedenkort

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Do, 26. Januar 2017

Waldkirch

Waldkirch weiht ein Mahnmal zum Gedenken an die in Litauen ermordeten Juden und Opfer des Holocausts ein.

WALDKIRCH. Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurde vor 21 Jahren auf Initiative des (jetzt gerade verstorbenen) Bundespräsidenten Roman Herzog ein Gedenktag am 27. Januar eingeführt. In diesem Jahr kommt es aus diesem Anlass und als Folge einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit Waldkirch in der NS-Zeit zu einem besonderen Ereignis: Am Kirchplatz wird ein Mahnmal eingeweiht, das an die Ermordung von 138 272, überwiegend jüdischen Menschen in Litauen erinnert.

Die grausamen Ereignisse 1941/42, mit denen Waldkirch deshalb in Verbindung steht, weil ein Mann von hier, Karl Jäger, dort als SS-Standartenführer die Befehle zur Ermordung erteilte und akribisch darüber Buch führte ("Jäger-Bericht"), waren nach dem Krieg hier zunächst unbekannt, dann unbeachtet. Erstmals beschäftigte sich eine Gruppe Waldkircher 1989 mit den Geschehnissen und stieß mit der namentlichen Nennung des Verantwortlichen "auf eine Riesenabwehr", wie sich der in Kollnau lebende Historiker ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ