Weltkriegstote

Wanderausstellung des Volksbund Kriegsgräberfürsorge macht in Gundelfingen Halt

Sebastian Krüger

Von Sebastian Krüger

Fr, 08. November 2019 um 10:49 Uhr

Gundelfingen

BZ-Plus Der Volksbund Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um die Gräber deutscher Kriegstoter. Wie der Verein mit Naziverbrechern und Revisionisten umgeht, erklärt der Vorsitzende des Bezirksverbands.

Zwölf Kriegstote aus den beiden Weltkriegen ruhen auf den Friedhöfen in Gundelfingen. Für ihre Pflege ist die Gemeinde zuständig. Um deutsche Kriegsgräber im Ausland kümmert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der nun eine Wanderausstellung zum Ersten Weltkrieg in Gundelfingen organisiert.
BZ: Herr Wasem, die Kriegsgräberfürsorge pflegt deutsche Kriegsgräber im Ausland. Unterscheiden Sie dabei zwischen zivilen Opfern und hochrangigen Nazis?
Oliver Wasem: Nein, jeder Kriegstote hat ein dauerhaftes Ruherecht. Auch ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg nicht immer klären, ob ein Kriegstoter ein überzeugter Nazi war oder nicht. Die meisten Kriegstoten sind zivile Opfer. Zu den Toten, deren Gräber wir pflegen, zählen alle Menschen, die durch Kriegshandlungen, Zwangsarbeit, Verfolgung, Diskriminierung oder auch an den Kriegsfolgen gestorben sind – zum Beispiel in Lagern für Kriegsgefangene. Was wir aber machen, ist Aufklärungsarbeit. Haben wir es nachweislich mit einer Führungsfigur der Nazis zu tun und nicht mit einem einfachen Soldaten, der Befehle ausgeführt hat, pflegen wir dennoch das Grab, ...

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