"Warum behielt die DB nicht den alten Fahrplan?"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 26. Juni 2020

Efringen-Kirchen

Stickelberger sieht neue Fragen.

(BZ). Die DB hat den neuen Sommerfahrplan, der eine engere Taktung auf der Rheintalstrecke vorsah, nicht wie gewünscht umsetzen können. In Teilbereichen der Strecke kam es sogar zu Verschlechterungen gegenüber dem alten Fahrplan. In einer jüngeren Mitteilung begründet das Verkehrsministerium dies damit, dass der die eingeplanten 24 neuen, spurtstarken Mireo-Züge von Siemens nicht fristgerecht geliefert worden seien (siehe BZ vom 23. Juni). Für den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger werfen die neuesten Verlautbarungen des Verkehrsministeriums "mehr Fragen als Antworten" auf.

Stickelberger fordert nun eine "konzertierte Aktion" aller betroffenen Abgeordneten und Bürgermeister, um möglichst schnell Verbesserungen für die vielen Berufspendler zu erreichen. Bislang habe das Verkehrsministerium stets auf die Überlastung der Rheintalstrecke verwiesen und eine engere Taktung erst mit Abschluss des viergleisigen Ausbaus 2025 für möglich gehalten. Nun solle eine engere Taktung mit schnelleren Zügen doch möglich sein. "Für mich ein Widerspruch", hält Stickelberger fest.

Die neuen Züge sollen nun nach und nach bis November geliefert werden, dann tritt ein neuer Fahrplan in Kraft. Bis dahin hätte man es einfach beim alten Fahrplan belassen können, kritisiert Stickelberger: "Dann hätten wir jetzt nicht diese massiven Nachteile". Er wundert sich zudem, dass das Ministeriumsschreiben nicht an alle betroffenen Bürgermeister ging. So fehlen etwa Weils OB und Efringen-Kirchens Rathauschef als Adressaten. Nach wie vor offen ist für Stickelberger auch die Frage, die er bereits ans Verkehrsministerium leitete, wie dieser Sommerfahrplan mit der Region abgestimmt wurde. Aus Stuttgart erhofft er sich dazu eine Antwort, die die Entscheidung nachvollziehbar macht.