Sachbücher

Warum der politische Konservatismus in der Krise ist

Ulrich Rose

Von Ulrich Rose

Mi, 15. Mai 2019 um 19:55 Uhr

Literatur & Vorträge

BZ-Plus Thomas Biebricher und Andreas Roedder sind sich sicher: Die Krise des politischen Konservatismus’ ist tiefgreifender. Die Gründe dafür arbeiten die beiden in ihren neuen Sachbüchern auf.

Was heißt es politisch konservativ zu sein? Den Konservatismus zeichnet eine eigentümliche Paradoxie aus. Nämlich sein Bemühen, gerade das bewahren zu wollen, was am Verschwinden oder schon so gut wie verloren ist. So betrachtet, ist es wohl alles andere als ein gutes Zeichen, dass sich Autoren aktuell mit eben diesem politischen Konservatismus beschäftigen – offenbar ist es nicht gut bestellt um ihn.

Und das nicht nur, weil von Wahl zu Wahl die Ergebnisse der Unionsparteien schrumpfen. Die Krise, sind Thomas Biebricher und Andreas Roedder überzeugt, sitzt tiefer. Inhaltliche Auszehrung, Blässe und Erschöpfung, Ratlosigkeit, was das überhaupt noch ist: konservativ – Siechtum ist für Biebricher und Rödder das heute auffälligste Merkmal des politischen Konservatismus in Deutschland.

Die geistig-moralische Wende blieb ein Schlagwort
Ein wenig Melancholie mag in ...

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