Alltagswissen

Warum wird luftgetrocknete Wäsche oft so steif?

Katharina Meyer

Von Katharina Meyer

Di, 14. Juli 2020 um 12:07 Uhr

Haus & Garten

Gerade noch war es ein flauschiges Handtuch, nach der Wäsche gleicht es einem Reibeisen. "Das Phänomen hat sogar einen Namen, nämlich Trockenstarre", sagt Textilexpertin Anne-Marie Grundmeier.

Anne-Marie Grundmeier leitet das Institut für Alltagskultur, Bewegung und Gesundheit an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Die Steifheit entsteht durch den Waschvorgang, erklärt Gundmeier: In der Waschmaschine haften Fasern und Garne aneinander. Wenn die Wäsche beim Trocknen nicht bewegt wird, erstarrt sie beim Trocknen genauso – und wird hart.

Anders sieht es aus, wenn ein Trockner zum Einsatz kommt: "Durch die Schlagbewegung in der großen Trommel, das Fallen der Wäsche und die durchströmende Luft werden die Fasern voneinander gelöst und der Flor richtet sich wieder auf", sagt Grundmeier.

Auch Kalkablagerungen können die Wäsche steif machen; etwa wenn das Wasser hart ist oder der Schmutz, der oft auch Kalk enthält, nicht gut ausgespült wird. Grundmeiers Tipps für flauschige Wäsche ohne Trockner: Die Waschmaschine nicht zu voll laden. Und die Wäsche vor dem Aufhängen glattziehen. Das löse die Fasern etwas.


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Ein windiger Ort für den Wäscheständer könne ebenfalls helfen, genauso bügeln. Und Weichspüler? "Da bin ich eine entschiedene Gegnerin", sagt Grundmeier. "Zusätzliche Waschhilfsmittel braucht man nicht."
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