Innenpolitiker im Interview

Was hat die Politik aus dem Anschlag am Breitscheidplatz gelernt?

Katja Bauer

Von Katja Bauer

Di, 17. Dezember 2019 um 11:21 Uhr

Deutschland

BZ-Plus In wenigen Tagen jährt sich zum dritten Mal der islamistische Anschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Wie beurteilt der Lörracher CDU-Innenpolitiker Armin Schuster den Fall heute?

BZ: Herr Schuster, was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie von dem Anschlag erfuhren?
Schuster: Ich war bei der Weihnachtssitzung meines Kreisvorstandes. Und ich erinnere mich noch genau, wie die Pushmeldung auf meinem Handy erschien – mitten in meiner Rede. Ich habe, was ich sonst nie tun würde, unterbrochen und die Meldung vorgelesen. Ich dachte sofort an einen islamistischen Terroranschlag. In der Zeit zuvor hatten wir Innenpolitiker uns intensiv mit den Attentaten von Brüssel und von Paris beschäftigt. Da man die Gefahrenlage kannte, stand die Frage im Raum, wann so etwas auch in Deutschland passiert. Deutschland war und ist für jeden Islamisten, der weltweit Aufmerksamkeit erreichen will, natürlich ein Anschlagsziel.

"Ich habe mir aber auch die Frage gestellt, warum trauert Deutschland nicht stärker?" Armin Schuster BZ: Ein Jahr nach dem Anschlag waren die Angehörigen entsetzt und enttäuscht von der ...

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