Neue Verweilorte in Brennet

Erika Bader

Von Erika Bader

Mi, 05. Mai 2021

Wehr

Sitzmöglichkeiten im Rahmen des Projekts Rheinliebe errichtet.

. Das trinationale Projekt Rheinliebe nimmt in Wehr langsam Gestalt an. Eines von insgesamt vier Teilprojekten ist bereits fertiggestellt. Die Sonne und den Ausblick kann man nun genießen, wenn man sich an das Rheinufer in Brennet begibt und es sich dort bei den Hans-Thoma-Impressionen bequem macht.

Aus Granitstein und Holz hat die Stadt an zwei Standorten direkt am Rhein Sitzmöglichkeiten zum Verweilen geschaffen. Wenige Meter flussabwärts wurden einige Sträucher am Ufer gefällt, um den Blick auf den Rhein zu öffnen. Die Natureindrücke sollen an Bilder des Künstlers Hans Thoma erinnern. Die Sitzmöglichkeiten aus Stein und Holz werden von Wänden aus Reisig abgetrennt, sodass man ungestört von Spaziergängern, die den dahinterliegenden Rheinuferweg nutzen, die Ruhe genießen kann. Einige Stufen schaffen einen nahtlosen Übergang in den Rhein.

Ebenfalls Stufen soll der Badestrand Brennet Beach erhalten. Erosionen haben in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass immer weiter Teile des Ufers abgebrochen sind. Die Stufen, die an dieser Stelle bis ins Wasser hinein gebaut werden sollen, werden zum einen als Ein- und Ausstiegshilfe beim Rhein für Badegäste dienen, zum anderen laden sie aber auch als Sitzmöglichkeit ein. Die dahinterliegende Liegewiese bleibt erhalten und wird nicht durch die neue Treppe beeinträchtigt. Nach den Hans-Thoma-Impressionen befindet sich bereits das zweite Teilprojekt in den Startlöchern – der Aussichtsturm an der Wehramündung. Östlich des Wehradeltas soll in Zukunft ein Aussichtsturm einen Blick über Wehra und Rhein ermöglichen.

In den vergangnen Wochen haben die Mitarbeiter der technischen Dienste der Stadt Wehr die Fundamente für den Turm fertiggestellt. Wo momentan nur eine Betonplatte zu sehen ist, soll bald der Aussichtsturm in die Höhe ragen, der den Namen Rhy-Wehra-Kliff tragen wird. Das vierte Teilprojekt wird ein zusätzlicher Steg auf Höhe des Kanu-Vereins sein, der vorrangig den Wassersportlern den Einstieg in den Rhein erleichtern soll. Eigentlich hätten die Arbeiten am 1. Mai beendet werden sollen, doch die Corona-Pandemie führte zu Verzögerungen der Arbeiten. Wann das Projekt Rheinliebe in Wehr für beendet erklärt werden kann, steht bislang noch nicht fest, wie Bauamtsleiterin Ramona Meyer gegenüber der Badischen Zeitung bekannt gibt.

Die Kosten: Insgesamt werden für die Arbeiten am Brenneter Ufer Kosten in Höhe von rund 281 400 Euro fällig. Da die Interreg als Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung das Projekt allerdings zu 70 Prozent fördert, muss die Stadt Wehr lediglich rund 85 000 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen.