Weihnachtliches Flair auch ohne Markt

skk

Von skk

Di, 27. Oktober 2020

Waldshut-Tiengen

Werbe- und Förderungskreis sagt Budenstadt ab / Alternativprogramm für Innenstadt in Planung.

(BZ). Die Absage kam nicht überraschend. Nachdem landauf und landab wegen der Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, zieht nun auch der Werbe- und Förderungskreis Waldshut (W+F) die Reißleine und sagt die größte und bedeutendste Veranstaltung dieser Art im Landkreis Waldshut ab. Das Risiko sei zu hoch, "dass von unserem Markt eine Infektionswelle ausgelöst wird", begründet Vorsitzender Christian Straub das Aus für den Waldshuter Weihnachtsmarkt 2020.

Gleichwohl arbeiten die Einzelhändler an einem Alternativprogramm, um dennoch ein wenig weihnachtliches Flair in die gute Stube der Stadt zu zaubern. Der Beschluss, die Budenstadt mit den seit Jahren bekannten Marktbeschickern aus Thüringen abzusagen, fiel laut Pressemitteilung im Vorstand des Werbe- und Förderungskreises. Die Verantwortlichen des W+F hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Zuletzt habe es ausführliche Gespräch mit dem Weihnachtsmarktteam, den Marktbeschickern und "unseren Partner aus Thüringen" gegeben. Die steigenden Infektionszahlen "lassen uns erschrecken und wir müssen davon ausgehen, dass die Infektionen in den kommenden Wochen noch weiter ansteigen werden", heißt es weiter in der Mitteilung.

Oberbürgermeister Philipp Frank kann die Absage nachvollziehen, bedauert sie aber auch. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte er: "Die Absage des Waldshuter Weihnachtsmarktes kommt nicht ganz überraschend, denn einige Kommunen hatten ja schon etwas früher die Reißleine gezogen. So sehr ich diese Entscheidung auf der einen Seite bedauere – für die Veranstalter wie für unsere Bürgerschaft und Weihnachtstouristen –, kann ich sie auf der anderen Seite doch voll nachvollziehen. Das Risiko, sich auf so einem publikumsstarken Markt mit dem Virus anzustecken, wäre einfach zu groß gewesen.