Baustelle

Weil die B3 gesperrt wird, wird Teningen monatelang zum Nadelöhr

Michael Sträter

Von Michael Sträter

Do, 09. September 2021 um 16:27 Uhr

Teningen

Bis Dezember soll die Bundesstraße 3 zwischen Köndringen und Malterdinger Ei gesperrt werden. Für Teningen heißt das: Der Autoverkehr in Süd- wie in Nordrichtung muss durch den Ort.

Die B 3 wird laut einer Mitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) zwischen der Köndringer Ortsmitte (Kreuzung Hauptstraße und Bahnhofstraße) und dem südlichen Malterdinger Ei grundsaniert. Auch der straßenbegleitende Radweg erhalte einen neuen Belag. Die Bundesstraße müsse deshalb in diesem Bereich von Mittwoch, 16. September bis Mitte Dezember voll gesperrt werden. Das gelte auch für den ÖPNV, so das RP. Der Verkehr werde über die K 5114, die auf der Gemarkung Riegel die offizielle die Bezeichnung "Teninger Straße" führt und auf Teninger Gebiet dann auf die L114, dem Zubringer zum Autobahnanschluss Teningen, stößt. Möglich sei aber auch, die Baustelle über die Autobahnanschlüsse Riegel und Teningen zu umfahren. Für den Radverkehr sowie Einsatzkräfte der Rettungsdienste bleibe der Abschnitt passierbar.

"In den ersten 48 bis 72 Stunden bricht alles zusammen, dann spielt sich die Situation ein." Bürgermeister Hagenacker
Die Sanierung beginnt zunächst in der Ortsdurchfahrt Köndringen (Gemeinde Teningen) zwischen Kreuzung Hauptstraße und Bahnhofsstraße bis zum Ortsausgang. Der Zugang zu den anliegenden Grundstücken bleibt möglich. Dieser Abschnitt soll Mitte Oktober abgeschlossen sein. Die Gemeinde Teningen werde laut RP bei dieser Gelegenheit die Bushaltestelle an der Schule in Köndringen Schule barrierefrei umbauen.

Für die Gemeinde Teningen bedeutet dies: Die Ortsdurchfahrt wird in den kommenden Wochen zum Nadelöhr des Verkehrs auf der B3 in Richtung Süden wie in Richtung Norden. Was die Teninger erwarte, hätten sie bereits vor vier Jahren erlebt, als ebenfalls die B3 für mehrere Wochen in Köndringen gesperrt gewesen sei, so Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker. Es sei aber optimistisch, dass sich die Verkehrsbelastung in kurzer Zeit einspiele. "In den ersten 48 bis 72 Stunden bricht alles zusammen, dann spielt sich die Situation ein. Die Menschen merken, wann und wo sie im Stau stehen und werden Wege finden, das Ganze zu entzerren", sagt er auf Anfrage der Badischen Zeitung.

Auf nicht notwendige Fahrten verzichten

Wer Gleitzeit habe, könne auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs ausweichen. Fahrgemeinschaften oder der Umstieg auf das Fahrrad und den ÖPNV seien weitere Alternativen.

Einen Appell habe er an alle Verkehrsteilnehmer: "Wichtig ist es, auf unnötige Fahrten mit dem Auto zu verzichten, das hilft schon sehr." Wie sehr der Teninger Ortskern in den ersten Tagen der Umleitung belastet würde, zeige ebenfalls das Beispiel der B-3-Sperre in Köndringen. "Da hat es teilweise eine Stunde gebraucht, um mit dem Auto von Teningen nach Köndringen im Schritttempo zu kommen", so Hagenacker.

Ein Brennpunkt werde die Einmündung der K5114 auf die L 114. Schon bei normalem Verkehr kommt es hier für Autofahrer, die auf die Landstraße abbiegen wollen, zu Wartezeiten. "Als Gemeinde kennen wir diese Situation und haben eine temporäre Ampelanlage an dieser Stelle beantragt", sagt Hagenacker. Wobei er der Ansicht sei, dass eine solche Regelung an dieser Stelle grundsätzlich notwendig sei.