Grundschulerweiterung

Wenige Baufirmen wollen Schliengens Aufträge

Martin Pfefferle

Von Martin Pfefferle

Di, 28. Juni 2022 um 07:36 Uhr

Schliengen

In den Sommerferien soll die Grundschule Liel erweitert werden. Nicht mehr als zwei Angebote pro Gewerk sind abgegeben worden.

Für die Erweiterung der Grundschule im Schliengener Teilort Liel gab es eine Diskussion im Gemeinderat. Die Erweiterung war ursprünglich erst für 2023 vorgesehen und wurde nun um ein Jahr vorgezogen. Der Erweiterungsbau kostet schlappe 750.000 Euro, was im Gremium auf einige Verwunderung stieß.

Barbara Theurer (SPD) sagte etwa, das sei sehr viel Geld für einen Raum mehr. Bauamtsleiter Thomas Wehner schlüsselte auf, wie sich die Kosten ergeben würden. So sei eine Fluchttreppe nötig, eine zusätzliche Tür und auch die Möblierung des Klassenraums falle ins Gewicht. Das unterstrich auch Bodo Zimmermann (CDU): "Es ist mehr als nur ein zusätzliches Klassenzimmer." Aus Sicht des Bürgermeisters kann man ohnehin schlecht schätzen, wie sich die Kosten verändern. "Kostenschätzungen sind Blindflug", sagte Christian Renkert.

Sanitäre Anlagen kosten noch einmal eine Viertelmillion

Im nächsten Jahr geht das Projekt Grundschule Liel dann weiter: Dann sollen die sanitären Anlagen auf Vordermann gebracht werden. Dafür sind geschätzt noch einmal 250.000 Euro fällig. An Förderung seien insgesamt vielleicht 80 bis 90.000 Euro möglich.

Die Tür ist inzwischen eingebaut. Der zusätzliche Raum, der dadurch entsteht, dass im Erdgeschoss der Zwischenraum von Säulen ausgefüllt wird, soll möglichst in den Sommerferien realisiert werden. "Das ist der Plan", schränkt Bauamtsleiter Wehner ein: "Aber wir können es nicht garantieren."

Wenige Angebote bei den Ausschreibungen

Denn angesichts der Handwerkerknappheit und übervoller Auftragsbücher sei es nicht einfach, die Gewerke wie geplant zu vergeben. Es soll eine Brüstung gemauert werden und darüber kommt dann die Fensterfront. Am vergangenen Freitag war die erste Submission, über die Wehner allerdings nicht viel sagen will, weil sie noch nicht Thema im Gemeinderat war. Die Ausschreibungen aber seien am Laufen. Dabei gebe es nicht viele Angebote. Für kein Gewerk seien mehr als zwei Angebote eingegangen. "Das dürfte auch an dem von uns vorgegebenen, engen Zeitrahmen liegen", vermutet Wehner.