Dreispitz-Künstler im Interview

"Wenn man ein spitzes Messer sieht, rennt man ja auch nicht rein."

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

So, 13. Oktober 2019 um 10:00 Uhr

Binzen

BZ-Plus Das Kreiselkunstwerk am Binzener Dreispitz ist Südbadens bekannteste Skulptur. Da sie als gefährlich gilt, soll sie weg. Was sagt Künstler Reinhard Bombsch zu dem Streit, der seit zwei Jahren andauert?

BZ: Binzens Altbürgermeister Ulrich May, der die erfolgreiche Petition zum Erhalt Ihres Kunstwerks gestartet hatte, hat dieses als "Mahnmal für den Bürgerwillen" bezeichnet. Wie finden Sie das?

Reinhard Bombsch: Das höre ich zum ersten Mal. So war der Dreispitz eigentlich nicht gedacht, aber ich will Herrn May nicht absprechen, dass der Dreispitz eines geworden ist. Mahnmal klingt etwas negativ, Denkmal würde mir besser gefallen.
"Wenn man ein spitzes Messer sieht, rennt man ja auch nicht rein."
BZ: Einen Schritt zurück, in den Sommer 2017: Wie haben Sie reagiert, als Sie erfuhren, dass Ihr Kunstwerk weg soll?

Bombsch: Mit Unverständnis. Die Begründung ist ja, dass das Kunstwerk gefährlich sei. Aber ich denke, das stimmt nicht. Wenn da ein Autofahrer mit 100 ...

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