Mondial du Chasselas

WG Britzingen holt beim Weinwettbewerb in der Schweiz dreimal Gold

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Di, 31. August 2021 um 15:46 Uhr

Heitersheim

Markgräfler Winzer haben beim Weinwettbewerb Mondial du Chasselas gut abgeschnitten. Der beste deutsche Wein kam vom Weingut Zotz aus Heitersheim.

Die Winzer aus dem Markgräflerland haben bei der zehnten Auflage des Weinwettbewerbes Mondial du Chasselas im schweizerischen Aigle gut abgeschnitten. Insgesamt gewannen sie acht Gold- und neun Silbermedaillen. Erfolgreichster Betrieb war die Winzergenossenschaft Britzingen. Der beste deutsche Wein kam aus dem Heitersheimer Weingut Zotz.

Obwohl der Mondial du Chasselas erst vor einem Jahrzehnt ins Leben gerufen wurde, erfreut er sich schon großer Beliebtheit und eines gewissen Renommees. So wurden heuer insgesamt 762 Chasselas, Fendant und Gutedel – fast 60 mehr als im Vorjahr – von über 60 Juroren verkostet und bewertet. Auch 107 Tropfen aus Deutschland, Frankreich, den USA und Kanada waren vertreten.

Dass die Veranstaltung in Fachkreisen bereits sehr geschätzt wird, zeigt auch die Tatsache, dass der Mondial du Chasselas nach Angaben von Organisator Claude-Alain Mayor als 18. Mitglied in den renommierten Verband Vinofes, der World Federation of Major International Wine and Spirits Competitions, aufgenommen wurde.

Dass der Weinwettbewerb in Corona-Zeiten überhaupt stattfinden konnte, ist schon als ein Erfolg zu werten. Das Auf und Ab der Pandemie erlaubte es jedoch nicht, das große Chasselas-Fest im Château d’Aigle zu organisieren. Eine Preisverleihung, die den eingeladenen Fachleuten vorbehalten war, konnte jedoch ohne große Einschränkungen über die Bühne gehen. An dieser nahmen auch zahlreiche Weinerzeuger aus dem Markgräflerland teil.

Insgesamt wurden Medaillen in fünf Kategorien vergeben: trockene Weißweine bis 4 Gramm Restzuckergehalt pro Liter, Weißweine mit einem Restzuckergehalt von 4,1 bis 45 Gramm pro Liter, eine "Vinification speciale", Tropfen aus älteren Jahrgängen sowie die Kategorie "Swing" mit Weinen bis 11,5 Volumenprozent Alkohol. Aus Deutschland verkosteten die Juroren 76 Weine nach dem international üblichen 100 Punkte-System. Acht davon erhielten 89 Punkte und mehr und somit eine Goldmedaille, neun 87 oder 88 Punkte und damit eine Silbermedaille.

Beeindruckt von Qualität und Organisation

Erfolgreichster Betrieb aus dem Markgräflerland war die Winzergenossenschaft Britzingen mit drei Goldmedaillen für einen Gutedel Eiswein, einen Sonnhole Chasslie und den "Ziefünfeck" Gutedel. Gold gab es außerdem für das Heitersheimer Weingut Josef Walz (Gutedel "Johannes"), das Wein- und Sektgut Schweigler aus Binzen (Gutedel Kabinett trocken), das Weingut Kiefer-Seufert aus Ballrechten-Dottingen (Gutedel Kabinett), das Heitersheimer Weingut Zotz (Maltesergarten Chasselas) und die WG Schliengen-Müllheim (Edition Schloss Bürgln Gutedel Eiswein).

Je eine Silbermedaille erhielten noch die Markgräfler Winzer, die WG Schliengen-Müllheim, die WG Britzingen und die Weingüter Schweigler, Feuerstein (Heitersheim), Wolfgang Löffler (Staufen) und Zotz. Das Weingut Kiefer-Seufert darf sich über zwei Auszeichnungen in Silber freuen. Als bester deutscher Wein wurde der 2020er Maltesergarten Chasselas vom Weingut Zotz ausgezeichnet. Das Weingut Schweigler gewann die Kategorie "Swing" mit dem 2020er Gutedel Kabinett.

Thomas Walz, Chef des Heitersheimer Weingutes Walz und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbandes, war erstmals in Aigle zu Gast. Er zeigte sich sehr beeindruckt von der Qualität der Weine und der Organisation der Veranstaltung. Die Ergebnisse sieht er als "einen großen Erfolg der Markgräfler in der Schweiz" an. Der eingeschlagene Weg zur Steigerung der Qualität der Markgräfler Gutedel zeige Erfolge. "Eine solch hochwertige Veranstaltung wie in Aigle würde auch dem badischen Wein gut tun", fügt er hinzu. Walz freut sich, dass die Freundschaft der Winzer aus Baden und der Schweiz durch solche Wettbewerbe und das gemeinsame Produkt Gutedel immer enger werde.