Wie die Dürre dem Ruster Wald zusetzt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 31. Juli 2021

Rust

Förster informieren Gemeinderäte über den Sachstand .

(BZ). Die Waldbegehung des Ruster Gemeinderats fand dieses Mal im 124 Hektar großen Oberwald statt. Die beiden Förster des Forstreviers Südbezirk, Lothar Bellert und Klaus Niehüser, deren Revier neben der Gemeinde Rust die Kommunen Ringsheim, Ettenheim, Schuttertal sowie Schwanau umfasst, gingen dabei unter anderem auf das Thema Dürre und das Eschentriebsterben ein.

Selbst bei Baumarten wie dem Spitzahorn, der sich durch seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche klimatische Bedingungen auszeichne, seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Wurzeln vertrocknet, so Bellert. Die Bäume könnten dadurch bei Starkregenereignissen wie in den vergangenen Wochen nicht ausreichend Wasser aufnehmen, fügte Niehüser hinzu. Das Eschentriebsterben zeigten die beiden Förster exemplarisch an einigen Bäumen.

Thema war auch, dass mit einem Großteil der Laubhölzer nicht mehr der Ertrag erwirtschaftet werden könne, wie das in der Vergangenheit der Fall war. Bellert: "Laubhölzer haben im Gegensatz zu Nadelhölzern in den vergangenen Jahren einen starken Preisverlust erfahren."

Niehüser und Bellert präsentierten Durchforstungsprojekte zur Schaffung weiterer Mischwaldflächen, die sich als erfolgreich herauskristallisiert hätten. Ziel müsse es sein, noch anpassungsfähigere Bäume anzusiedeln, die extreme klimatische Bedingungen überstehen. Dies müsse auf kleinen Waldflächen getestet werden, um zu verstehen, welche Baumarten sich besonders eignen. Bürgermeister Kai-Achim Klare betonte: "Die Natur und damit unsere Umwelt befindet sich in einem Wandel. Es sollte daher das Interesse aller sein, den Wald als unsere grüne Lunge zu bewahren und zu schützen."