Debatte um Victim Blaming

Wie die Polizei ihre Tipps zum Schutz vor sexueller Gewalt verstanden wissen will

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 08. November 2018 um 20:25 Uhr

Südwest

BZ-Plus Der Ratschlag des Freiburger Polizeipräsidenten Bernhard Rotzinger, dass sich Frauen nicht mit Alkohol und Drogen wehrlos machen sollten, sorgt bundesweit für Aufregung. Der Vorwurf: So werde der Eindruck vermittelt, das Opfer trage eine Mitschuld. Wie will die Polizei ihre Tipps verstanden wissen? Und was sagen Forscher?

Es war ein Ratschlag aus Sorge: "Macht euch nicht wehrlos mit Alkohol oder Drogen", sagte Bernhard Rotzinger, Polizeipräsident von Freiburg, in einem Interview mit dem Spiegel, in dem es um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen im Norden Freiburgs und um die Frage ging, wie Frauen vor sexueller Gewalt geschützt werden können.

Die Botschaft, die aufgebrachte Kommentatoren, männlich wie weiblich, aber hörten, war: Hätte sie sich anders verhalten, wäre all das Schreckliche womöglich gar nicht passiert. Noch deutlicher: Die junge Frau – und damit alle Frauen, die sich fröhlich einen Rausch antrinken und dann Opfer einer Gewalttat werden – trage eine Mitschuld an der Tat.

Bei Prävention geht es um ...

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