Überlebenstipps

Wie müde Eltern den Nachwuchs bei Laune halten können

dpa, rov

Von dpa & Ronja Vattes

So, 07. Februar 2021 um 07:00 Uhr

Liebe & Familie

Der Sonntag Die Eltern sind erschöpft, die Kinder aber mopsfidel: Mit ein wenig Fantasie kommen Erwachsene selbst an harten Tagen zu einer kleinen Pause – mit unseren Tipps.

Der Tag war lang und nun setzt die Müdigkeit ein. Die Kleinen sind aber noch voller Energie. Was nun? Ein paar Tipps, wie man den Nachwuchs bei Laune hält und dabei im Liegen etwas entspannt.

Horizontal Parenting heißt das Zauberwort

Ob im Bett, auf dem Sofa oder auf dem Boden: Beim sogenannten Horizontal Parenting schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Man beschäftigt die Kleinen und erholt sich mit etwas Glück ein bisschen dabei. Dafür braucht es oft nur ein wenig Fantasie, so die Webseite eltern.de

Sich ausgiebig verarzten lassen

Wie beim Arzt-Spiel: Als Patient ist man hier quasi zur strengen Bettruhe verdonnert, das Kind muss einen untersuchen und verarzten. Das geht gut mit richtigem Spielzeug, aber auch das ein oder andere Küchengerät kann dafür zum Einsatz kommen. Viele Kinder haben besonders Spaß daran, einmal die Rollen zu tauschen und die Verantwortung zu haben.

Pssst! Schleichen wie ein Ninja

Besonders ruhig wird es beim Ninjaspiel: Hierfür einfach die Augen schließen und die Kleinen so leise wie möglich an einem vorbei- oder über einen rüber schleichen lassen. Sind sie zu laut, müssen sie wieder von vorne anfangen. Vorteil hierbei: Das Kind ist leise und ein kleines Nickerchen ist vielleicht auch noch drin.

Der Papa als Pizza

Und wie wäre es, sich einfach mal ganz gemütlich bäuchlings auf eine Matte oder den Teppich zu legen? Klingt verführerisch erholsam. Jetzt nur noch den Kindern gegenüber behaupten, man sei der Pizzateig, den sie belegen und kneten dürfen – und schon bekommt man als Eltern eine (eventuell etwas kitzlige) Rückenmassage. Wer kreativ ist und möglichst viele Zutaten nennt, hat länger was davon.

Socken-Memory

Statt wandern in den Alpen, türmen sich zu Hause die Wäscheberge. Für Haushalt fehlt im Lockdown mit kleinen Kindern irgendwann die Kraft. Die Rettung: Die Kinder in diese Alltagstätigkeiten sinnvoll miteinbeziehen. Alle gewaschenen und trockenen Socken einfach auf einen Haufen kippen – und jetzt wird Socken-Memory gespielt: Wer findet am schnellsten zwei passende Einzelsocken und legt sie zusammen. Wer es turbulent mag, lässt alle Kinder gleichzeitig auf den Sockenhaufen los. Ruhiger ist’s, wenn jeder der Reihe nach dran kommt. Und Mama oder Papa sind natürlich das Sockenmonster auf dem Sofa, das es zu besänftigen gilt: Durch "Opfergaben" in Form von korrekt abgegebenen Sockenpaaren.

Den Monk im Kinde wecken

Kinder lieben Rituale und Ordnung durchaus auch. Und: Viele Kinder lieben es, Dinge zu sortieren. Das lässt sich doch wunderbar kombinieren. Je nach Alter der Kinder können alle Stofftiere der Größe nach ins Regal oder aufs Bett (auf dem Sie als Schiedsrichter liegen) sortiert werden, dann sieht das Kinderzimmer auch gleich wieder ordentlicher aus.

Dornröschenschlaf für die Eltern

Oweh, oweh: Die Mama oder der Papa sind in einen Dornröschenschlaf gefallen. Um sie zu retten, müssen die Kinder ganz leise zehn rote Gegenstände in der Wohnung finden (und zehn grüne, blaue...) Erst wenn das gelungen ist, erwacht das schlafende Dornröschen zur gemeinsamen Kuschelrunde.

Schlafend schöner werden

Bürsten, Pinsel und Schwämmchen braucht es für eine kleine Schmink-Session. Dabei schön still liegen bleiben (am besten auf einem Handtuch unterm Kopf) und der Fantasie des Nachwuchses freien Lauf lassen. Wer danach nicht putzen will, lässt echtes Make-up lieber weg. Und wenn gar nichts anderes mehr geht, gibt es immer noch den Klassiker, nämlich ein Buch vorlesen – oder gemeinsam ein Hörbuch hören.

Weitere Infos: Tipps zum sogenannten Horizontal Parenting gibt eltern.de unter http://mehr.bz/rhp