Spirituosen

Wie Philipp Schladerer Obstbrände zu neuem Erfolg führen will

Barbara Schmidt

Von Barbara Schmidt

Di, 03. September 2019 um 12:09 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Philipp Schladerer glaubt fest an ein Obstbrand-Revival. Im Interview spricht er über veränderte Trinkgewohnheiten, die Bedeutung neuer Produkte und die Herausforderungen der Zukunft.

Die Geschichte der Staufener Brennerei beginnt 1844: Sixtus Schladerer heiratete die Tochter des Kreuz-Wirts (später "Kreuz-Post") und führte das Gasthaus weiter. Nebenbei pflegte er die Kunst des Obstbrennens, die er von seinem Vater in Bamlach (heute Teil von Bad Bellingen) gelernt hatte. 1919 übernahm Sixtus’ Enkel Alfred das Ruder und entschied sich, die "Kreuz-Post" zu verpachten, um sich ganz auf den Obstbrand zu konzentrieren.

Alfred Schladerer gilt in der Familie als "Marketing-Pionier" sowie Entwickler der patentierten Vierkantflasche und zahlreicher Spirituosen. Als er 1956 starb, trat seine Frau Greta die Nachfolge an. 1980 folgte der Adoptivsohn des Paars, Nicolaus Schladerer. Dessen Sohn Philipp Schladerer ist seit 2011 alleiniger Geschäftsführer. Der 38-Jährige hat in Leipzig und Großbritannien International Management studiert, ist verheiratet und hat drei Kinder.


BZ: Schwarzwälder Kirschwasser hat Schladerer einst bekannt gemacht. Ist es nach wie vor Ihr Verkaufsschlager?
Philipp Schladerer: Nein, der stärkste Artikel ist heute die Williams-Birne. Sie ist im Geschmacksbild einfacher und viele kennen sie vom Après-Ski im Urlaub. Doch leider fehlen heute oft die Anlässe, einen Obstbrand zu trinken. Die Gewohnheit, nach dem Essen einen Digestif zu nehmen, ist zurückgegangen. Darunter haben auch andere typisch deutsche Spirituosen wie Weinbrand oder Korn gelitten.

BZ: Gleichzeitig hat der Trend zu internationalen Spirituosen wie Gin, Whisky ...

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