Corona-Schutzimpfung

Wie sich der Astrazeneca-Beschluss auf Impfungen im Kreis Lörrach auswirkt

Jonas Hirt

Von Jonas Hirt

Mi, 31. März 2021 um 19:05 Uhr

Kreis Lörrach

Im Kreisimpfzentrum Lörrach spürt man die Auswirkungen der Entscheidung zu Astrazeneca. Aber unabhängig vom Alter: Wer auf einer Warteliste für einen Termin steht, behält seinen Termin.

Die Turbulenzen um den Astrazeneca-Impfstoff wirken sich erneut auf die Kreisimpfzentren aus: Die Ständige Impfkommission empfiehlt das Vakzin nur noch an über 60-Jährige zu verimpfen. Hintergrund für die Beschränkung sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen. In Baden-Württemberg sollen sich unter 60-Jährige "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" weiterhin mit Astrazeneca impfen lassen können. Auch vor Ort im Kreisimpfzentrum (KIZ) Lörrach habe man einen Tag nach der Entscheidung die Folgen gespürt, heißt es vom Landratsamt. Genaue Zahlen liegen zwar noch nicht vor, doch es habe weniger Impfungen mit Astrazeneca gegeben als ursprünglich vorgesehen. Was bedeutet die neue Entscheidung aber konkret für die Impfungen im Kreis?

Was gilt für Menschen unter 60?

Das Landratsamt Lörrach verweist in einer Pressemitteilung auf die oben genannte Risikoanalyse: Wer einen Astrazeneca-Termin habe, kann diesen wahrnehmen. Grundlage ist die eingangs erwähnte individuelle Risikoanalyse des impfenden Arzts und eine sorgfältige Aufklärung.

Für unter 60-jährige Menschen, die schon eine Dosis Astrazeneca erhalten haben, sei das Vorgehen noch nicht geklärt, schreibt das Landratsamt. Bis Ende April habe die Ständige Impfkommission eine Stellungnahme angekündigt. Die Zweitimpfungen beginnen laut der Kreisbehörde im KIZ Lörrach ohnehin erst Anfang Mai.

Was gilt für Menschen über 60?

Bestehende Termine für Menschen ab 60 Jahre mit dem Vakzin von Biontech bleiben bestehen, selbiges gilt für Termine mit Astrazeneca. "Eine Umbuchung auf den Biontech-Impfstoff ist nicht möglich" schreibt das Landratsamt.

Was ist mit den Menschen auf den Wartelisten?

Das Landratsamt hat in den vergangenen Wochen Wartelisten abgearbeitet. Einerseits für Menschen über 80 Jahre, die auf der Warteliste des Landes stehen. Hinzu kommen lokale Wartelisten für über 80-Jährige sowie die Menschen, deren Astrazeneca-Termin aufgrund des temporären Stopps zwischen dem 16. und dem 18. März ausgefallen sind. Wer zu einer dieser Gruppe gehört, erhält laut dem Landratsamt wie geplant seine Impfung. Torben Pahl, Pressesprecher des Landratsamts, sagt auf Nachfrage der BZ, dass die Impfwilligen, die vom Astrazeneca-Stopp betroffen seien, ohnehin auf Biontech umgebucht worden seien. Für eine angekündigte Lieferung des Vakzins habe man nun eine Zusage erhalten.