Beyer Immobilien

Wie sicher sind Immobilien in Corona-Zeiten?

Mi, 22. April 2020 um 15:14 Uhr

Anzeige Immobilien gelten als sichere Wertanlage. Aber was passiert, wenn die Wirtschaft in eine Krise gerät? Leo Beyer, Inhaber von Beyer Immobilien kennt den Freiburger Wohnungsmarkt wie seine Westentasche und hat im Interview unsere aktuellen Fragen beantwortet.

Herr Beyer, Hand aufs Herz, welche Anlagen sind in Corona-Zeiten noch sicher?
Leo Beyer: Gegenüber Aktien, Devisen und Gold ist die Immobilie langfristig immer eine sichere Anlage. In Maklerkreisen benutzen wir deshalb auch gerne den Begriff "Betongold" für Immobilien. Daran kann kein Virus etwas ändern.

Das Corona-Virus wirbelt aktuell die Wirtschaft komplett durcheinander. Spüren Sie schon erste Auswirkungen auf dem Immobilienmarkt?
Leo Beyer: Wir beobachten in den letzten Wochen eine leichte Unsicherheit auf Angebots- und Nachfrageseite. Der Freiburger Markt ist besonders eng, die Preissteigerung lag jährlich bei rund fünf Prozent und die Nachfrage war in den letzten Jahren kontinuierlich hoch. Dieses zögerliche Verhalten ist neu und ungewohnt, aber zum Teil verständlich. Besichtigungs- und Notartermin werden aufgeschoben. Größere Investitionen – speziell Gewerbeimmobilien – sind zurückgestellt worden.

Wagen Sie eine erste Prognose! Wie wird sich der Wert der Immobilien nach Corona verändern?
Leo Beyer: In Expertenkreisen wird davon gesprochen, dass die Preise bis Ende 2020 zwischen fünf und 25 Prozent nachgeben könnten. Aber das ist auch nur ein Blick in die Glaskugel. Vor der Krise waren sich alle Fachleute einig, dass die Immobilienpreise in Freiburg grundsätzlich steigen werden oder zumindest in einer stabilen Seitwärtsbewegung verharren. Auf einem Markt, auf dem der Wertzuwachs schon fast selbstverständlich war, ist diese Abwärtsbewegung eine neue Entwicklung. Mittel- und langfristig bleibt eine Immobilie in Freiburg aber eine sichere Kapitalanlage. Unserer Region steht da schon außergewöhnlich hoch im bundesweiten Ranking. Trotzdem lautet unser Rat: Wer aktuell über einen Verkauf nachdenkt, sollte handeln und mit uns pro und contra besprechen.

Viele Betriebe haben jetzt auf Homeoffice umgestellt. Was vor einigen Wochen noch unmöglich schien, ist zum Arbeitsalltag geworden. Was bedeutet das für Gewerbeimmobilien?
Leo Beyer: Der eine oder andere Unternehmer stellt sich jetzt schon die Frage, ob er nach Corona noch die gleiche Fläche für sein Personal zur Verfügung stellen will oder ob es bessere Alternativen gibt. Heute kann eigentlich jeder Büroarbeitsplatz ins Homeoffice verlegt werden. Wir sind alle gut vernetzt und den flexiblen Arbeitsplätzen gehört die Zukunft.

Was raten Sie Immobilienbesitzer, die jetzt von ihren Mietern angesprochen werden, die auf Grund von Kurzarbeit oder anderen Umständen die Miete nicht mehr bezahlen können?
Leo Beyer: Wichtig ist, dass Sie im Gespräch bleiben und keine Fronten aufbauen. Versuchen Sie eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Manchmal helfen auch kreative Ideen: Statt der ausstehenden Miete für das Restaurant lassen sie sich zum Beispiel einen Catering-Gutschein für ihr nächstes Fest geben. Da haben beide Seiten etwas davon. Zusammen fallen einem sicherlich gute Lösungen ein.

In Härtefällen sollte man allerdings besser einen Anwalt beauftragen. Die Experten aus der Frankfurter Kanzlei HauckSchuchardt haben jahrzehntelange Erfahrung und unterstützen Immobilienbesitzer dabei, die fälligen Mietzahlungen zu realisieren.

Wenn ich jetzt dringend Geld brauche, soll ich dann meine Immobilie verkaufen?
Leo Beyer: Wer ein Haus oder eine Wohnung unter Zeitdruck verkauft, weil er schnell verkaufen muss, macht, wenn er gut beraten ist, in der Regel kein schlechtes Geschäft. Wer es sich leisten kann, sollte die Immobilie auf jeden Fall behalten und sie lieber als Sicherheit für einen Kredit nehmen. Sprechen Sie mit uns, wir helfen gerne dabei, eine gute Entscheidung zu treffen.

Ich habe jetzt endlich eine passende Immobilie für mich gefunden. Soll ich den Kauf unter Dach und Fach bringen oder wird der Preis noch sinken?
Leo Beyer: Wenn Sie Ihren Wohntraum gefunden haben und ihn finanzieren können, sollten Sie zu schlagen. Es ist besser gut zu verhandeln, als einer verpassten Chance nachzutrauern. Immobilien in guter Lage, mit hochwertiger Ausstattung und einer ansprechenden Architektur haben immer Konjunktur und ihre Beständigkeit zahlt sich unter dem Strich aus. Mein Tipp zur Finanzierung: Mindestens 20 Prozent Eigenkapital einbringen und keine 100-Prozent-Finanzierung riskieren. Zinslast und Tilgung sollten auch bei Kurzarbeit noch bedient werden können.

Letzte Frage: Die Finanzierung wackelt, weil die Umsatzrückgänge größer sind als angenommen. Welche Möglichkeiten habe ich jetzt?
Leo Beyer: Ich bin Immobilienmakler und Architekt. Für Finanzierungsfragen ist Daniel Hettich von unserem Kooperationspartner Beyer Finanz der bessere Ansprechpartner. Als Bankkaufmann und Betriebswirt kennt er sich in allen Fragen rund um die Finanzierung von Immobilen bestens aus. Aktuell gibt es hier eine gute Unterstützung durch die Bundesregierung: Bei Baufinanzierungen, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden und auf Grund der Coronakrise nicht mehr zurückbezahlt werden können, ist es möglich Zins- und Tilgung bis 30. Juni auszusetzen. Wenn absehbar ist, dass sich die Situation im Anschluss nicht verbessert, sollte auch ein kurzfristiger Exit in Erwähnung gezogen werden. Mein Tipp: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Bank. Gemeinsam finden Sie sicher eine gute Lösung.
Wer seine Immobilie jetzt verkaufen will, ist bei Beyer Immobilien richtig. Mit virtuellen Besichtigungen und einer gut gepflegten Kundenkartei gelingt es dem Team von Leo Beyer immer wieder − auch kurzfristig – solvente Käufer zu finden. In den allermeisten Fällen lohnt sich der Verkauf über einen erfahrenen Makler.

Wer weitere Fragen an Leo Beyer hat, kann ihm gerne eine E-Mail schreiben info@beyer-immobilien.de.

Wenn Sie aktuell eine passende Immobilie suchen, dann geben Sie hier Ihre Wünsche ein: Ein Berater aus dem Team von Leo Beyer meldet sich umgehend bei Ihnen.