Lokalpolitik

Wieder ein Wechsel bei Heitersheims Grünen: Eckart Rupp verlässt den Rat

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Fr, 19. Februar 2021 um 17:10 Uhr

Heitersheim

Heitersheims Grüne formierten sich kurz vor der Kommunalwahl 2019 und errangen aus dem Stand drei Mandate. Jetzt ist von dem Trio bald nichts mehr übrig: Auch Eckart Rupp verlässt den Gemeinderat.

Die nächste Gemeinderatssitzung in Heitersheim wird die letzte für Eckart Rupp sein: Der Fraktionssprecher der Grünen wird am kommenden Dienstag verabschiedet, er legt sein Ratsmandat nieder. Für ihn rückt Thomas Baumgärtner nach. Damit ist die komplette Riege der grünen Liste ausgetauscht, die bei der Wahl 2019 erstmals in das Stadtparlament einzog.

Heitersheims Grünen-Liste hatte sich erst für die Wahl formiert und drei von 19 Sitzen gewonnen: Samuel Pozsgai, Raphael Pozsgai und Eckart Rupp zogen in den Rat ein.

Im April gingen gleich zwei Stadträte

Samuel Pozsgai verließ den Gemeinderat im April 2020, der Student begründete dies mit dem Verlagern des Hauptwohnsitzes nach Freiburg. Sein Vater Raphael Pozsgai trat wegen persönlicher Differenzen aus der Fraktion aus und ist seither fraktionsloser Stadtrat. Für Pozsgai junior rückte Zeynep King nach.

Um das Mandat niederzulegen, braucht es triftige Gründe. Rupp nennt berufliche: Als Allgemeinmediziner mit Praxis in Freiburg sei er durch Corona stark belastet, ein Ende länger nicht in Sicht. "Die Ratsarbeit hat mir überwiegend Freude gemacht", schrieb er dem Ratskollegium.

Baumgärtner übernimmt Rupps Sitz im technischen und im Finanz-Ausschuss. Seinen Sitz im Aufsichtsrat der Heitersheimer Sozialbauten GmbH soll indes Raphael Pozsgai übernehmen.

Ratsthema: Normenkontrollantrag gegen die Stadt

In der Sitzung in der Malteserhalle geht es ab 19 Uhr auch um die Obdachlosensatzung: Der Rat reduzierte gegen den Willen der Verwaltung die Gebühr für einen Teil der Bewohner, wegen Ungleichbehandlung stellte das Landratsamt beim Verwaltungsgerichtshof einen Normenkontrollantrag.

Weitere Themen sind 126 neue Radstellplätze am Bahnhof, der Umbau des 14er-Schulhauses für Kinderbetreuung und Flüchtlinge sowie ein städtebaulicher Vertrag zum Gebiet "Nördlich Lindenplatz".