Wild Wings heute in Berlin

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 03. März 2020

Schwenningen Wild Wings

19-jähriger Stürmer David Cerny unterschreibt Dreijahresvertrag.

VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Die Wild Wings gastieren heute, Dienstag, 19.30 Uhr, bei den Eisbären Berlin. Es handelt sich um eine Nachholpartie vom sechsten Spieltag. "Es ist wirklich schade. Wir machen so ein gutes Auswärtsspiel und dann fehlen uns 30 Sekunden zu drei Punkten in München", ärgerte sich SERC-Trainer Niklas Sundblad. Die Wild Wings führten am Sonntag beim DEL-Spitzenreiter durch Tore von Maximilian Hadraschek und David Cerny mit 2:0 und eben bis 33 Sekunde vor Schluss mit 2:1. Dann traf der Tabellenführer zum Ausgleich und machte den Sieg in der Verlängerung und damit Platz eins mit dem inoffiziellen Titel des "Doppelrunden-Meisters" perfekt.

"Wir haben am Ende zu viele Strafzeiten genommen", merkte Sundblad bei allem Lob für seine Mannschaft kritisch an. Dennoch war es ein starker Auftritt der Schwäne. Besonders auch von David Cerny, der mit einem beherzten Antritt in seinem siebten DEL-Spiel sein erstes Tor erzielte. Am Montag unterschrieb der 19-jährige in Schwenningen einen Dreijahresvertrag. Die Wild Wings fuhren noch am Sonntagabend nach Nürnberg, um dort zu übernachten. Aus der Lebkuchenstadt brachen sie am Montagmorgen nach Berlin auf. Die Hauptstädter siegten am Sonntag mit 2:1 nach Verlängerung in Wolfsburg und zementierten somit ihren vierten Tabellenplatz, der ihnen das erste Heimrecht im Playoff-Viertelfinale beschert.

Die bisherigen Saisonduelle der Wild Wings mit den Eisbären endeten wie folgt: Am 8. Dezember gewann Schwenningen daheim mit 5:4, am 19. Januar setzte es für den SERC eine 3:5-Heimniederlage und am 26. Januar gewann Berlin auf eigenem Eis knapp mit 2:1. Boaz Bassen, der am Sonntag für die Towerstars Ravensburg beim 3:2-Heimsieg nach Penaltyschießen gegen Freiburg auflief, wird in Berlin wieder für Schwenningen spielen.

Trainer Sundblad hofft, dass sein Team an den starken Münchner Auftritt anknüpfen kann. Besonders auch die dritte Reihe mit Hadraschek, Daniel Pfaffengut und Cedric Schiemenz wusste zu überzeugen. Der Schwede verspricht: "Wir werden auch in Berlin mit vier Reihen durchspielen."

Vor den Eisbären hat Sundblad großen Respekt. "Die Mannschaft hat große Tiefe im Kader, für mich ist es keine Überraschung, dass die Berliner so weit oben stehen." Der Coronavirus ist für die Wild Wings auf ihrem "Roadtrip" übrigens kein besonderes Thema. "Wir halten uns an die üblichen Empfehlungen, wie häufiges Händewaschen", erklärte Trainer Sundblad.