Wild Wings wollen nächste Woche zurück aufs Eis

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Fr, 17. April 2020

Schwenningen Wild Wings

Umbauarbeiten der Heliosarena laufen noch nach Plan / Athletiktrainer Kolbert bittet vermutlich am Montag zu Trockenübungen.

VILLINGEN-SCHWENNINGEN (witt). Die Umbauarbeiten an der Schwenninger Helios-Arena laufen weiter planmäßig. In der kommenden Woche wollen die Wild Wings das Training wieder aufnehmen. "Es läuft", sagt Architekt Uwe Schlenker zum Umbau der Helios-Arena. Die vorbereitenden Maßnahmen wie der Rückbau der Bande, Wellenbrecher und Geländer sind abgeschlossen. "Auch der Asphalt ist teilweise schon raus", berichtet Schlenker. Der Fahrstuhl auf der Rückseite der Helios-Arena ist eingerüstet, er wird ausgebaut und soll künftig bis in den Oberrang Lasten transportieren.

Diese Woche soll noch mit der Pfahlgründung begonnen werden. Die Helios-Arena liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Schwenninger Moos auf moorigem Gebiet. "Die Pfähle haben einen Durchmesser von 20 Zentimetern und sind acht bis neun Meter lang", weiß Schlenker. Die Corona-Krise habe den Bau bislang nicht wesentlich beeinflusst. "Den Rückbau der Bande haben die Eismeister vorgenommen, weil die Spezialfirma aus Südtirol den Auftrag aufgrund von Corona nicht ausführen konnte, da muss man halt flexibel sein und sich gegenseitig helfen", so der Schwenninger Architekt.

"Der Umbau in dieser Corona-Zeit ist ein bisschen so, wie wenn du mit einem Auto fährst, bei dem Ölstand ganz unten ist", so Schlenker. "Du bist immer in Hab-acht-Stellung." Der Architekt hat vor allem Sorge, dass komplette Baufirmen ausfallen könnten, sollte es unter ihren Mitarbeitern zu positiven Corona-Fällen kommen. Die Fertigteile aus Stahl und Beton seien aber in der Produktion und bislang habe es keine Verzögerungen gegeben. Ziel sei es, bis zum ersten offiziellen Eistraining, das noch immer für Anfang August geplant ist, soweit mit dem Stadionumbau fertig zu sein, dass die ersten Übungseinheiten auch von Zuschauern beobachtet werden können. Großveranstaltungen sind laut Bund und Ländern bis zum 31. August untersagt. Allerdings wurde noch nicht definiert, was eine Großveranstaltung ist. Die verschiedenen Bundesländer haben aber schon Orientierungsrahmen festgesetzt. So schreibt etwa das Ministerium für Inneres und Kommunales in Nordrhein-Westfalen, dass ein Event den Charakter einer Großveranstaltung trage, wenn mehr als 5000 Besucher gleichzeitig auf einem Gelände sind.

Davon wäre das erste offizielle Eistraining der Wild Wings, zu dem im vergangenen Jahr 2500 SERC-Fans kamen, nicht betroffen. Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hält derzeit noch an ihrem geplanten Saisonstart am 18. September fest. Die Schwenninger Eishockey-Profis wollen in der kommenden Woche mit dem Trockentraining beginnen. Das Land hat inzwischen für Profisportler die Sportstätten unter Auflagen zu Übungszwecken freigegeben. Wild-Wings-Athletiktrainer Hendrik Kolbert will die Kufencracks in den Kraftraum bitten. "Klar ist, dass wir da die Mindestabstände einhalten müssen." Denkbar ist auch, dass die Wild-Wings-Profis aufs Eis gehen. Die Kunsteisbahn GmbH hält weiter Eis auf Bahn zwei bereit. "Wir müssen mal schauen, wie die Qualität des Eises ist", so Kolbert.

Laut Schlenker ist die Eisfläche auf Bahn zwei in einer Art Dornröschenschlaf: "Mit einer Bearbeitungszeit von zwei, drei Tagen sollte man darauf trainieren können." Fünf bis zehn Spieler sollen laut Kolbert in der nächsten Woche bei den Wild Wings ins Sommertraining einsteigen.