Fasnacht 2020/21

Wiler Zipfel sagen 11.11., Zunftabende und Rotssuppe ab

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 11. September 2020 um 10:49 Uhr

Weil am Rhein

In Weil am Rhein wird es in dieser Fasnachtskampagne weder die herkömmliche Eröffnung am 11.11., noch die fünf Zunftabende in der Jahnhalle, noch die Rotssuppe im Schwanen-Saal geben.

Das hat die Narrenzunft Wiler Zipfel am Freitag mitgeteilt. Bezüglich des 11.11. war der Narrenzunft eine Entscheidung des Turnvereins zuvorgekommen, mit der alle Veranstaltungen in der Jahnhalle bis zum Jahresende untersagt wurden. Ob die Jahnhalle allerdings im Januar und Februar wieder für Veranstaltungen zur Verfügung steht, werde laut Turnverein erst im November erörtert. Das wäre aber für die weiteren Planungen der Narren zu kurzfristig. Daher hätten sie sich entschlossen, die Zunftabende komplett abzusagen.

Die fehlende Örtlichkeit sei aber nicht der alleinige Beweggrund gewesen, die fasnächtlichen Saalveranstaltungen nicht stattfinden zu lassen. Die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen erschwere eine Veranstaltung mit mehreren hundert Personen erheblich. Barbetrieb und Tanz nach dem Programm wären nach den aktuellen Verordnungen nicht gestattet. Somit fehle ein erheblicher Teil dessen, was den Charme einer solchen Veranstaltung ausmache, wie Oberzunftmeister Dietmar Fuchs betonte.

Guggenmusiken könnten nicht auftreten

"Es hätte auch Auswirkungen auf unsere Programmgestaltung", stellt Fuchs weiter fest. Ein Cliqueneinmarsch am Zunftabend mit etwa 80 Personen auf der Jahnhallenbühne, der immer für ein farbenprächtiges Bühnenbild zur Eröffnung sorge, wäre nicht machbar. Ebenso könnte eine Guggenmusik mit 30 bis 40 Personen nicht in der Halle auftreten, da nach wie vor für Musiker zwei Meter Abstand zueinander gälten. Und letztlich sei es auch eine wirtschaftliche Abwägung, da nur noch die Hälfte der Besucher in die Halle eingelassen werden dürften und sich somit auch die Einnahmen halbieren würden. Die Kosten blieben aber trotzdem wohl in vergleichbarer Höhe wie in normalen Jahren. Deshalb hätten sich die Zunftmeister letztlich schweren Herzens einstimmig entschlossen, ihre Veranstaltungen abzusagen.

Dennoch werde es aber Veranstaltungen zur Fasnacht 2021 geben, stellten die Zunftmeister in Aussicht.
Nicht wie bisher, aber den Umständen entsprechend angepasst und "überraschend". Erste Ideen, was es als Ersatz für die entfallenden Zunftabende geben könne, seien bereits in der letzten Sitzung gesponnen worden. Wie ein "Zunftabend" der anderen Art in Corona-Zeiten aussehen könne, werde man sehen. Die Narrenzunft werde zu gegebenem Zeitpunkt informieren.