Sicherung für zehn Meter tiefe Baugrube

Nikolaus Bayer

Von Nikolaus Bayer

Sa, 27. April 2019

Winden im Elztal

Aus dem Gemeinderat: Baubeginn Niederwinden steht bald bevor / Baumaßnahme im Riedweg II.

WINDEN (ban). Bei der Sitzung im April, in der es unter anderem um den Rathausvorplatz ging (die BZ berichtete), lag dem Gemeinderat Winden auch ein Gestattungsantrag des Regierungspräsidiums zur Ortsumfahrung B 294 vor.

Darin ging es um eine Sicherungsvorkehrung am bald beginnenden Bau des Vortunnels Oberwinden West. In der künftigen, zehn Meter tiefen Baugrube bei der Waldhornkurve müssen die Grubenwände im oberen Bereich gestützt werden. Dies wird mittels Stahlstabankern tief unter den anliegenden Gemeindegrundstücken geschehen. Die Anker werden im Abstand von zwei Meter durch schräg verlaufende Bohrungen eingebracht und die Endstücke in 15 Meter Tiefe in Beton verpresst. Nach Bauabschluss verbleiben sie bedeutungslos im Boden. Die Gemeinde erhält dafür eine Entschädigung von 5680 Euro. Der Rat stimmte dem Antrag und dem nötigen Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zu.

Zur Ortsumfahrung B 294 machte der Bürgermeister noch drei Mitteilungen. In der zweiten Maiwoche wird an der Baustelle am Brand aus Termingründen auch nachts gearbeitet. Ab Monat Mai, sobald die Einmündung beim Gasthaus "Sonne" und damit ein Teil des Anschlussohrs West fertiggestellt ist, wird der Durchgangsverkehr in Oberwinden über das Gewerbegebiet Frohnacker geführt; der künftige Baustellenbereich für den Vortunnel um die Waldhornkurve wird dadurch verkehrsfrei gestellt. Und ab Anfang Juni, das heißt nach Pfingsten, soll nun auch mit dem Straßenbau der Umfahrung Niederwinden begonnen werden.

Die dort aufgetretene Verzögerung um rund vier Monate resultierte, wie die Redaktion erfuhr, aus dem Einspruch eines Bieters gegen die Vergabeentscheidung des Regierungspräsidiums sowie einem Verfahren vor der Vergabekammer in Karlsruhe, das zwischenzeitlich abgeschlossen sein soll. Die Entscheidung des Präsidiums, den Zuschlag nach Prüfung dem zweitgünstigsten Bieter zu erteilen, ist bestätigt worden. Das Ergebnis in Gestalt eines höheren Zuschlagsbetrags, muss jetzt noch durch das Verkehrsministerium genehmigt werden.

Weiter wurde in der Sitzung mitgeteilt, dass Anfang Mai die letzten Arbeiten im Neubaugebiet Riedweg II erledigt werden. Zwischen der Straße Im Heulen und dem Bahndamm werden im Zuge des Straßenendausbaus noch die öffentlichen Randparkstreifen angelegt. Auf der Straße wird die Asphaltdeckschicht eingebaut. Dafür wird sie gesperrt. Die Zufahrt zu fast allen Wohngrundstücken im Eichenweg ist vom Riedweg aus möglich.