Fußball

Wird Peter Peters neuer DFB-Chef?

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Mo, 18. Oktober 2021 um 20:28 Uhr

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Der 59-jährige Peter Peters, einst Finanzvorstand bei Schalke 04, gibt sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der DFL ab. Er scheint Ambitionen zu haben, neuer DFB-Chef zu werden.

In den Poker um die Führungspositionen im deutschen Fußball kommt überraschend neue Bewegung. Peter Peters tritt vorzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) zurück und will sich unter bestimmten Bedingungen nun doch um den Posten als DFB-Präsident bewerben. "Ich kandidiere als DFB-Präsident, wenn ich dafür die Unterstützung der Liga erhalten und ich von einem Landesverband von den Amateuren vorgeschlagen werde", sagte Peters der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagausgabe). Er ist derzeit gemeinsam mit Rainer Koch interimsmäßig Chef des Deutschen Fußball-Bunds, nachdem Fritz Keller, ehemaliger Vorsitzender des SC Freiburg, im Mai zurückgetreten war.

Am vergangenen Freitag hatte der 59-jährige Peters demnach seinen Entschluss in einer Sitzung mit Vertretern der DFL, die in einem DFB-Gremium sitzen, bekanntgegeben. Peters kündigte an, noch in diesem Jahr von seinen Ämtern bei der DFL zurückzutreten. Als Favorit auf seine Nachfolge gilt Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund. "Jetzt geht es für mich im Wesentlichen darum, bei der DFL einen geordneten Übergang hinzubekommen", so Peters. "Ich halte Aki Watzke in diesen schwierigen Zeiten aufgrund seiner Erfahrung und Durchsetzungsfähigkeit für den absolut geeigneten Kandidaten als DFL-Aufsichtsratsvorsitzenden." Im Aufsichtsrat der DFL, der Dachorganisation der ersten und zweiten Liga, sitzt derzeit neben Peters unter anderem Oliver Leki vom SC Freiburg als sein Stellvertreter.

Watzke äußerte zuletzt, er denke bei einer Vakanz darüber nach. "Dass ich es anstrebe, das ist ein Tick zu viel", sagte er Ende September in der Sendung "Doppelpass" bei Sport 1. Wegen der Folgen der Corona-Krise hatte Watzke seinen eigentlich für 2022 avisierten Ausstieg bei den Dortmundern verschoben und seinen Vertrag bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Der 62-Jährige soll nun bereits auf der Versammlung der 36 Profiklubs am 14. Dezember gewählt werden.

Der DFB und die DFL sind inmitten großer Umbrüche. Bei der DFL löst Donata Hopfen zum 1. Januar den langjährigen Geschäftsführer Christian Seifert ab. Der DFB sucht wieder einmal einen Präsidenten. Gewählt wird am 11. März 2022 in Frankfurt. Neben Peters, früher Finanzvorstand des FC Schalke 04, hat noch niemand seine Ambitionen bekundet.