BZ-Interview

Auch Luxus-Label lassen billig in Bangladesch produzieren

Hannes Koch

Von Hannes Koch

Mo, 09. Februar 2015 um 00:00 Uhr

Wirtschaft

Die Buchautorin Gisela Burckhardt sagt: Beim Nähen teurer Textilien geht es den Arbeiterinnen nicht besser als beim Nähen von Billigmode. Im BZ-Interview erklärt sie warum.

BERLIN. Die schlechten Arbeitsbedingungen in Textilfabriken in Bangladesch, die für Edelmarken wie Hugo Boss fertigen, kritisiert Buchautorin Gisela Burckhardt. Mit ihr sprach Hannes Koch.

BZ: Sie sind nach Bangladesch gereist, um zu erfahren, wie unsere Kleidung dort hergestellt wird. Gibt es in der Produktion für teure Marken wie Hugo Boss und Tommy Hilfiger bessere Arbeitsbedingungen als bei Billigtextilien?
Burckhardt: Nein, grundsätzlich sind die Arbeitsbedingungen nicht besser, wenn die Endprodukte teurer verkauft werden. Diese unterscheiden sich in der Qualität der Stoffe und der Verarbeitung, nicht hinsichtlich der Löhne und Arbeitszeiten. Bei unseren Recherchen im vergangenen Jahr haben wir beispielsweise zwei Fabriken gefunden, die sowohl für Hugo Boss als auch für H&M produzierten. Die Arbeiterinnen fertigten mal für den ...

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