Chorleiter

Wo bleibt die Nächstenliebe des Arbeitgebers Kirche?

Karin Bötel (St. Märgen)

Von Karin Bötel (St. Märgen)

Sa, 27. Juni 2020

Leserbriefe

Zu: "Katholische Chöre blicken in die Röhre", Beitrag von Manuel Fritsch (Politik, 13. Juni)

Der letzte Satz dieses Artikels von Herrn Fritsch, bislang habe sich jedoch noch nichts getan, hat bestätigt, was ich nach einem nicht sehr erfreulichen Brief- und E-Mail-Wechsel mit dem Erzbischöflichen Ordinariat im Mai vermutet habe. In meinem ersten Schreiben an den Herrn Erzbischof bezog ich mich auf die Situation der Musiklehrer und Chorleiter der Domsingschule. Inzwischen weiß ich, dass es vielen anderen Chorleitern, die bisher für die katholische Kirche gearbeitet haben, genauso geht. All diese engagierten Kirchenmusiker sind also seit über einem Vierteljahr ohne Einkommen. Wie lange will ihr ehemaliger Arbeitgeber, die katholische Kirche, noch ungerührt zuschauen? Rein rechtlich reagiert das Ordinariat korrekt, wie mir der Herr Weihbischof mehrfach darlegte. Aber wo bleibt die Nächstenliebe, von der man so oft im Gottesdienst hört? In keinem der Briefe, die ich vom Ordinariat bekam, war auch nur der leiseste Ton des Bedauerns vermerkt. Karin Bötel, St. Märgen