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Würde die Menschheit ohne Bienen wirklich aussterben?

Josephina Maier

Von Josephina Maier

Fr, 26. Februar 2021 um 09:26 Uhr

Umwelt & Natur

Ohne Bienen blieben den Menschen nur noch vier Jahre, so ein gerne zitierter Ausspruch von Albert Einstein. Stimmt diese Aussage?

"Einstein war allerdings Physiker, kein Ökologe", sagt Dieter Wittmann vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaft und Ressourcenschutz an der Uni Bonn. " Er wusste wohl nicht, dass außer unserer europäischen Honigbiene auf der Welt noch mindestens 20 000 weitere Bienenarten leben."
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Zur Bestäubung von Pflanzen, an die Einstein sicher gedacht hat, könnte man einige dieser Arten ohne Weiteres ersatzweise heranziehen. Alternativ könnte der Mensch auch heimische Wildbienen oder Hummeln einsetzen.

Und selbst wenn alle Bienenarten der Welt aussterben würden: Einige Käfer und viele Schwebfliegen sind ebenfalls gute Bestäuber. Viele Nutzpflanzen kann der Mensch auch von Hand befruchten.
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"Und zu guter Letzt werden Gräser wie Weizen, Reis, Hafer und Roggen ohnehin vom Wind bestäubt", sagt Wittmann, "die Grundversorgung an Nahrungsmitteln wäre also nicht bedroht."