Neue Technik mit mächtig viel PS

Nicolai Kapitz

Von Nicolai Kapitz

Fr, 27. November 2020

Zell im Wiesental

Die Stadt Zell hat ihren Fuhrpark mit einem neuen Transporter für die Feuerwehr und zwei Unimogs für den Bauhof aufgefrischt.

. Neu motorisiert sind Bauhof und Feuerwehr nun in Zell unterwegs: Am Mittwochnachmittag stellte die Stadtverwaltung der Öffentlichkeit stolz drei neue Fahrzeuge vor, die künftig zum Wohl und zur Sicherheit der Bürger durch die Straßen rollen werden. Im Bauhof parken neuerdings zwei neue Unimogs, während die Feuerwehr einen neuen Mannschaftstransporter ihr Eigen nennt. Die Stadt hat sich das eine ordentliche Summe kosten lassen.

"Wir sind ja alle nur Männer", schmunzelte Bürgermeister Peter Palme am Ende der kleinen Autoschau auf dem Rathausplatz. Mit einem breiten Grinsen hatte er sich Minuten zuvor auf den Fahrersitz eines Unimogs geschwungen, genau dorthin, wo Mitarbeiter des Bauhofs das orange Mehrzweckgefährt künftig zu seinen Bestimmungsorten lenken werden. Das dürfte in den kommenden Monaten erst einmal der Räum- und Streudienst sein, wenn im Frühjahr das Gras wieder wächst, kommen Mäharbeiten dazu.

Tobias Schmidt vom Bauhof, der sich bei der Vorstellung bei der Stadt für die Investition bedankte, und seine Kollegen können ab sofort für alle Aufgaben modernste Technik zum Einsatz bringen. "Wir haben jetzt zwei wunderschöne neue Maschinen, an denen wir hoffentlich lange Freude haben werden", sagte Schmidt. "Die bisherigen hatten ein gewisses Alter erreicht." Die zwei Unimogs, der eine mit 231 PS, der andere mit 190 PS, ersetzen ein inzwischen bald 30 Jahre altes Fahrzeug und ein etwas jüngeres, geleastes. 162 000 beziehungsweise 159 000 Euro hat die Stadt für die Anschaffung veranschlagt. Da nimmt sich der Kaufpreis für den roten Mannschaftstransporter der Feuerwehr recht bescheiden aus, der am Mittwoch auf dem Rathausplatz zwischen den Unimogs geparkt war. 44 300 Euro kostete der VW-Bus, doch damit war es nicht getan: Zwei Zeller Autohäuser arbeiteten bei dieser Beschaffung Hand in Hand. Das Autohaus Schubnell erledigte die Formalitäten rund um den Kauf, Michael Fricker vom Autohaus Karle in Zell baute den neuen Transporter nach den Bedürfnissen der Feuerwehr um. Fricker musste die komplette Inneneinrichtung maßschneidern, inklusive aller Haltevorrichtungen für die Feuerwehrausrüstung.

Dafür waren weitere 15 000 Euro fällig, sodass das Gesamtpaket annähernd genau die Summe kostete, die der Gemeinderat im Februar für das neue Feuerwehrauto genehmigt hatte – nämlich 60 000 Euro. Fast 200 PS und Allradantrieb sollen jeden Ort im Zeller Bergland auch bei Eis, Matsch und Schnee für die bis zu acht Insassen erreichbar machen. "Was lange währt, wird endlich gut", kommentierte Zells Gesamtwehrkommandant Thomas Roth die Anschaffung. Lange gedauert hatte die Inbetriebnahme vor allem auch wegen der Corona-Pandemie: "Wir hatten teilweise Verzögerungen, weil Lieferungen coronabedingt nicht kamen", erklärte Michael Fricker. Eigentlich hätte der neue Wagen im Mai fertig vom Hof der Werkstatt rollen sollen. Die Freude ist nun trotzdem groß: "Wir haben jetzt was Anständiges", sagte Bürgermeister Peter Palme. "Das ist ein gewaltiger Schritt nach vorne" – für die Männer von Bauhof und Feuerwehr.