Spürbarer Wandel in der Automobilindustrie

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 30. August 2019

Zell im Wiesental

Rainer Stickelberger besucht Mahle in Zell / Firma stellt sich auf schärfere Wettbewerbssituation ein.

ZELL (BZ). Durch die abflauende Konjunktur bei der Automobilindustrie wird auch für Zulieferer das Klima rauer. Welche Auswirkungen dies für den Standort Zell des Stuttgarter Automobilzulieferers Mahle hat, beschäftigt auch den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger. Er traf sich mit Vertretern des Unternehmens, darunter Werksleiter Hubert Philipp und Betriebsratsvorsitzender des Standorts Thomas Keller.

Mahle gehört mit seinen 160 Produktionsstandorten und 80 000 Mitarbeitern weltweit zu den Top 20 der Automobilzulieferer. In Zell produziert das Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeitern vor allem Ventil-Komponenten für Verbrennungsmotoren mit eigener Werkstoffentwicklung. Nach der guten Auftragslage der letzten Jahre geht die abschwächende Konjunktur, die weltweiten handelspolitischen Unsicherheiten sowie die laufende Transformation in der Automobilindustrie auch an Mahle nicht spurlos vorbei, heißt es in einer Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten. "Das spüren wir natürlich auch hier in Zell", sagte Werksleiter Hubert Philipp.

"Was bedeutet das konkret für die Arbeitnehmer und für die Wettbewerbsbedingungen?", wollte Stickelberger wissen. Er betonte, dass die SPD schon immer intensive Kontakte zur Autoindustrie pflege und von den unvermeidlichen Umstrukturierungen der Branche ein differenzierteres Bild als manch andere Partei habe. In Zell stellt man sich, so erfuhr der Abgeordnete, in Abstimmung mit dem Betriebsrat auf eine schärfere Wettbewerbssituation ein. Auch Stickelberger hielt fest: "Viele Arbeitsplätze können durch Weiterqualifikation in Zukunftsarbeitsplätze umgewandelt werden. Da ist viel machbar, aber nicht alles lösbar."

Der Mahle-Konzern verfolgt eine duale Strategie: die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors und parallel die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. "Nur auf die E-Mobilität zu setzen, ist ein Irrweg", so auch der Abgeordnete. Den nötigen Transformationsprozess in der Automobilbranche sieht auch Betriebsratschef Keller und fordert ein Bekenntnis zur Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland. Stickelberger: "Da ist auch die Politik gefordert."