Ziel ist, den Tagen mehr Leben zu geben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 21. Oktober 2019

Teningen

Fachkräfte bilden sich fort.

TENINGEN (BZ). Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben. So wurde die Hospizidee schon von der Begründerin Cicely Saunders formuliert.

Gemäß dieser Leitidee beenden 16 Teilnehmerinnen aus den Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und darüber hinaus im Storchenhof in Teningen erfolgreich eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Palliative-Care-Fachkraft mit dem Ziel der Optimierung und Standardisierung Palliativer Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen.

Mit beruflichen Basiskompetenzen als Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, AltenpflegerInnen, WundmanagerInnen, DiplompädagogInnen, KoodinatorInnen in Hospizdiensten arbeiten sie in ambulanten und stationären palliativen und hospizlichen Arbeitsfeldern: Palliativstationen, Altenheime, SAPV-Teams, Sozialbetreuung, Leitung und Koordination von Hospizdiensten und der Schulung ehrenamtlicher Hospizbegleiter.

Während der Weiterbildung, die 160 Stunden umfasst und von Januar bis Oktober absolviert wurde, haben die Teilnehmenden laut Pressemitteilung des Interdisziplinären Palliativzentrums Südbaden Wissen erworben, etwa in sozialrechtlichen und ethischen Fragen, der Schmerz- und Symptomkontrolle aus medizinischer und pflegerischer Sicht, in der Achtsamkeit als Grundhaltung in Palliative Care, interreligiösen Zugängen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer, Spiritualität, Bestattungs- und Abschiedskultur, Trauer- und Trauerprozessen. Sie haben sich aber auch mit Themen der eigenen Endlichkeit, Verlusterfahrungen und den Fragen der Letztverlässlichkeit in der eigenen Biografie auseinander gesetzt.

Die Weiterbildung fand unter Leitung des Arzts Lars Wiegmann und der Sozialpädagogin und Supervisorin Marieluise Schindler statt.