Zum Ende der Kältewelle nochmal vielerorts Glatteis

dpa

Von dpa

Mi, 17. Februar 2021

Panorama

Überfrierende Nässe in Teilen Deutschlands sorgte für Staus und Unfälle / Stromausfälle wegen Kaltwetterfront und Sturm in den USA.

Kurz vor dem Ende der Kältewelle in Deutschland hat es vor allem in der Nordhälfte noch einmal Schneefälle, Glatteis und zahlreiche wetterbedingte Verkehrsunfälle gegeben. Besonders betroffen war der Landkreis Göttingen in Niedersachsen. Dort wurde die Autobahn 7 am Abend zweimal in beide Fahrtrichtungen gesperrt, weil der Regen auf der Straße gefror.

Auch auf den Straßen Schleswig-Holsteins kam es zu zahlreichen Unfällen aufgrund von Schnee und Glätte. Sechs Menschen seien bei den wetterbedingten Unfällen verletzt worden. Im brandenburgischen Kreis Oberhavel wurde ein Polizist bei einem Autounfall auf der A 10 verletzt, als er einen Glätteunfall aufnehmen wollte und von einem Auto erfasst wurde.

In Magdeburg stellten die Verkehrsbetriebe am Montagabend ihren Betrieb vorübergehend ein. Eisregen habe die Straßen spiegelglatt gemacht, teilten die Verkehrsbetriebe mit. Zudem seien die Oberleitungen der Straßenbahnen binnen weniger Minuten mit einem Eispanzer überzogen worden. In Ravensburg starb ein 29 Jahre alter Mann, der beim Schlittschuhlaufen auf einem Weiher eingebrochen war. Ein Rettungsteam konnte ihn zwar befreien, aber er starb im Krankenhaus. Die frostigen Tage sind nun aber erst einmal vorbei. Wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstagmorgen mitteilte, könnten die Temperaturen auf bis zu acht Grad steigen.

Wegen eines starken Wintersturms haben Millionen Menschen in den USA eine Nacht bei extremer Kälte und heftigem Schneefall ohne Strom verbracht. Der Sturm verursachte zeitweise Stromausfälle in mehr als 4,5 Millionen US-Haushalten, wie aus Angaben der Webseite poweroutage.us am Dienstag hervorging. In sieben US-Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Die ungewöhnliche Kaltwetterfront soll vom Süden und Osten des Landes weiter in den Nordosten ziehen.

Am stärksten betroffen war der südliche US-Bundesstaat Texas, wo mehr als vier Millionen Haushalte zeitweise ohne Strom ausharren mussten. In der westlich gelegenen Stadt Abilene wurde auch die Wasserversorgung eingestellt, wie der US-Sender ABC berichtete. Für Mittwoch wird ein weiterer Schneesturm in der Region erwartet. In zahlreichen betroffenen Städten könnten Corona-Impfungen nicht wie geplant stattfinden, berichtete CNN.