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Zum ersten Mal oder alle Jahre wieder: 43 Verkaufsstände beim Marcher Weihnachtsmarkt

Claudia Bachmann-Goronzy

Von Claudia Bachmann-Goronzy

Di, 03. Dezember 2019 um 14:17 Uhr

March

Gehäkelt, gebrannt oder gebastelt: Auf dem Marcher Weihnachtsmarkt gab es einiges zu entdecken. Der Nikolaus kam sogar extra mit der Pferdekutsche und verteilte Süßigkeiten.

Gleich zu Beginn des Marcher Weihnachtsmarkts herrschte reger Betrieb auf dem Bürgleplatz in Buchheim. Die feierliche Eröffnung wurde musikalisch von der Mundharmonikagruppe der Grundschule Hugstetten umrahmt. Ausschließlich private Händler boten ihre Waren an hübsch dekorierten Ständen an, und der Veranstalter, Vereinsgemeinschaft Weihnachtsmarkt March, hatte über beide Tage ein buntes Programm zusammengestellt.

Alle tummeln sich um den Weihnachtsmann

Kurz nach Eröffnung des Markts kam auch schon der Nikolaus mit Pferdegespann und Knusperhäuschen angefahren. Schnell war der Andrang rund um den Wagen groß, denn der Nikolaus verteilte allerlei Süßigkeiten. An den 43 Verkaufsständen des Markts tummelten sich bei Sonnenschein bereits viele Besucher.

Sabrina Melzer-Aschenbrenner hatte eine große Auswahl an Gehäkeltem, das sie übers ganze Jahr herstellt. Bereits im sechsten Jahr ist die Buchheimerin auf dem Marcher Weihnachtsmarkt mit ihren Waren. Irgendwann hatte sie ihre Leidenschaft fürs Häkeln wiederentdeckt und auch noch die Häkelnadel aus der Grundschule gefunden.

"Früher gab es immer ein Bier, einen Schnaps." Fritz Reinbold
Seit vielen Jahren sind auch Erna und Fritz Reinbold aus Buchheim auf dem Weihnachtsmarkt im March mit ihrem Angebot an Schnäpsen. Unterstützung am Stand gab es in diesem Jahr von der Nachbarin Christa Dressler. Das Obst aus ihren Streuobstwiesen bot die Grundlage für die Schnäpse. Es müsse verarbeitet werden, sagte Fritz Reinbold. Das Brennrecht liege schon seit "ewigen Zeiten" beim Haus der Reinbolds und wird mit dem Haus weitervererbt, wie Reinbold berichtete. Auch wenn heute nicht mehr so viel Schnaps getrunken werde – "früher gab es immer ein Bier, einen Schnaps", erinnerte sich Reinbold – laufe der Verkauf alljährlich recht gut.

Rebecca Schwantes-Chavan war das erste Mal auf einem Weihnachtsmarkt, denn ganz neu ist auch ihr Angebot an indischen Tüchern. Ihr Mann Kirtiraj Chavan ist Inder, wodurch sie mit dem indischen Tuch Bekanntschaft gemacht hatte und ihre Leidenschaft dafür entdeckte. Die handgewebten, handgefärbten und teilweise handbedruckten indischen Textilien, die alle zu 100 Prozent aus Naturmaterialien gefertigt werden, fanden großes Interesse bei den Marktbesuchern. Für das richtige Ambiente am indischen Stand sorgte Kirtiraj Chavan mit kostenlosen Proben indischen Gewürztees. Ihren Stand auf dem Weihnachtsmarkt sehen die beiden hauptberuflichen Ingenieure als guten Ausgleich zu ihrem trockenen Beruf, wie sie erzählten.

Zum ersten Mal auf dem Marcher Weihnachtsmarkt waren Jessica Kunzelmann und Sonja Steiger aus Ihringen, die beide leidenschaftlich gerne nähen, basteln und backen – und das am liebsten gemeinsam. Was sie so übers Jahr und kurz vor Weihnachten produzieren "ist zu viel für Freunde und Bekannte", deshalb begannen sie mit dem Verkauf auf Weihnachtsmärkten. Ihre Marmeladen, Linzertorten und Dekoartikel boten sie erstmals an einem gemeinsamen Verkaufsstand an, "weil es zusammen mehr Spaß macht als alleine".

Auch Programm für die Kinder war geboten

Auch Marcher Schulen und Kindergärten beteiligten sich am Weihnachtsmarktgeschehen. Beim Stand der Buchheimer Kinderkrippe konnten die Kinder Schürzen bedrucken oder Plätzchen backen – dies allerdings in der Küche der Krippe. Der Waldkindergarten Husch-Kusch hatte eine Feuerschale aufgestellt, über der Stockbrot gebacken werden durfte. Schüler der Gemeinschaftsschule boten Weihnachtsgebäck und frische Waffeln an, und beim Stand des Jugendzentrums konnten die Besucher den von den Jugendlichen selbst hergestellten Kalender fürs neue Jahr käuflich erwerben, wie auch aus Tetrapaks hergestellte Geldbeutel.

Düfte von Glühwein, Schupfnudeln und von den vom Pop- und Jazz-Chor traditionell gebackenen Apfelküchle hingen in der Luft rund um den großen Weihnachtsbaum. Gläser mit Punsch und Glückwein gingen zuhauf über die Theken, man traf sich, plauderte, lauschte der Musik und genoss die Stunden der Einstimmung auf Weihnachten.