1. August

Zum Nationalfeiertag gibt es in Basel keine offiziellen Feiern

Kathrin Ganter

Von Kathrin Ganter

Mi, 29. Juli 2020 um 15:02 Uhr

Basel

Feuerwerk und Bundesfeier waren bereits im Mai abgesagt worden. Die Schweizer werden nur privat feiern können – möglicherweise auch mit einem Ausflug nach Deutschland.

Es hätte ein riesiges Fest werden können, doch wegen der Corona-Pandemie sind die Feierlichkeiten zum 1. August bereits im Mai abgesagt worden. Betroffen sind sowohl die Feier mit Stadtfest und Feuerwerk am 31. Juli in Basel als auch die offiziellen Bundesfeiern am 1. August auf dem Bruderholz und in Riehen.

"Wir werden uns bemühen, die Bundesfeier 2021 umso feierlicher, umso kreativer, umso nachhaltiger zu gestalten", kündigt das Komitee Offizielle Basler Bundesfeier auf ihrer Internetseite an. Die Gemeinde Riehen möchte die Bundesfeier in die Quartiere hinaustragen und die Bevölkerung ermuntern, in den Wohnvierteln zu feiern. Dazu ließ man eigens Fähnchen und Lampions bedrucken, zudem gibt es ermäßigten Eintritt in die Fondation Beyeler.

Am Rheinbord wird es voll werden

Aufgrund des vorhergesagten schönen Wetters rechnen die Behörden mit vielen Menschen in Basel, vor allem am ohnehin sehr beliebten Rheinbord. Die Polizei kündigte gegenüber der Zeitung bz basel an, entsprechend vorbereitet und präsent zu sein. Zudem bieten einige Clubs Partys an.

Die Restaurants in der Stadt haben ebenfalls spezielle Abende für den Nationalfeiertag und den Vorabend. Da der Samstag in der Schweiz ein Feiertag ist und die Geschäfte dort geschlossen sind, dürfte das auch am Besucherandrang in den Grenzstädten auf deutscher Seite zu spüren sein.

Feuerwerksverkauf an Private brummt

Wie der Schweizer Radiosender SRF am Mittwoch meldete, boome der Verkauf von Feuerwerk an Privatkunden. So rechnet etwa der Feuerwerk-Großhändler Weco mit Sitz in Walterswil (Solothurn), der den Einzelhandel beliefert, mit bis zu einem Drittel mehr Umsatz. Aber auch dem privaten Böllern sind Grenzen gesetzt: In den Kantonen Basel-Stadt, Baselland und Aargau gibt es wegen der Trockenheit Feuerverbote im Wald und in der Nähe von Wäldern.

In Basel-Stadt sind Feuerwerke zwar grundsätzlich genehmigungspflichtig, sollen laut Justiz- und Sicherheitsdepartemente aber toleriert werden, solange niemand dadurch gefährdet wird. Bislang habe es damit kaum Probleme gegeben.