Schulstart

Zweitklässler aus dem Breisgau geben Tipps für Schulanfänger

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 12. September 2019 um 17:14 Uhr

Gundelfingen

Viele Erstklässler werden es kaum erwarten können, in die Schule zu gehen. Strenge Lehrer müssen sie jedenfalls nicht befürchten – das beweisen die Tipps dieser Zweitklässler aus dem Breisgau

Lea, Denzlingen



Dass man sich immer melden muss, wenn man etwas sagen will, hätten die meisten neuen Erstklässler im vergangenen Jahr schnell gelernt, sagt Lea. "Wichtig ist aber, wenn jemand eine andere Meinung hat, muss man das respektieren." Sie hat nicht nur Tipps für die neuen Erstklässler, sondern auch für deren Eltern und rät ihnen, ihre Kinder nur bis zum Schulhof zu bringen. "Von dort aus schaffen es die Erstklässler alleine."

Hannah, Wittnau



"Ich war am Anfang voll aufgeregt", sagt Hannah, sieben Jahre alt. "Ich dachte, die Lehrer sind richtig streng, aber das ist nicht so. Die sind sehr nett", beruhigt sie die neuen Erstklässler. Wer Durst hat, darf in den Schulstunden leise etwas trinken, es gibt eine Spielkiste, aus der man sich für die Pause etwas aussuchen kann, und es gibt Leo, den Klassenraben, den jedes Kind sogar für eine Nacht mit nach Hause nehmen darf. "Angst habe ich nicht", im Gegenteil: Schule macht offenbar Spaß.

Helen, Kirchzarten



"Ich war vor meinem ersten Schultag ziemlich aufgeregt, denn ich wusste nicht, wer mit mir in die Klasse kommt. Außerdem wollte ich meinen Schulranzen und die neuen Stifte ausprobieren. Der erste Schultag war sehr schön. Ich war überrascht, wie nett die Lehrer hier sind. Besonders gut gefallen mir die Pausen, da kann man spielen und Quatsch machen. Aber: Man sollte immer nett und freundlich zu den anderen Kindern sein."

Lara, Umkirch



Lehrer sollten niemals merken, wenn man nicht aufpasst, empfiehlt Clara. Sie hat schon ein Schuljahr hinter sich, in dem sie auch Klassensprecherin war. Besonders aufpassen sollte man ihrer Meinung nach in Mathe, denn schließlich "besteht das ganze Leben aus Mathematik". Und wenn doch mal Langeweile aufkommt? "Ich suche mir was zum Lesen, irgendwo an den Wänden des Klassenzimmers, oder ich singe im Kopf", lautet ihr Rezept. Für die Pausen rät sie zu viel Bewegung, bevorzugt am Klettergerüst.

Thiago, Kirchzarten



"Für die neuen Erstklässler habe ich mehrere Tipps: Auf den Platz setzen, nett sein und aufpassen. Am ersten Schultag habe ich mit allen Mitschülern geredet und schnell neue Freunde gefunden. Wir spielen oft zusammen Fußball, was mir viel Spaß macht. Insgesamt gehe ich sehr gerne in die Schule. Dort vergeht die Zeit immer so schnell. Sechs Wochen Ferien, das mag ich gar nicht so. Besonders freue ich mich, wenn ich in Mathe eine schwere Aufgabe gelöst habe."

Paul, Denzlingen



"Die Schule ist nicht schlimm", verrät Paul, der nun die erste Klasse der Denzlinger Grundschule hinter sich hat. Schule ist ein ganz besonderer Ort: "Wir passen aufeinander auf, schließen niemanden aus und achten darauf, dass keiner alleine ist." Langweilig sei es in der Schule auch nicht – im Gegenteil. Anfangs sei es aber ungewohnt, still sitzen zu bleiben. Daher würden viele kleine Pausen gemacht. Paul will den Erstklässlern noch mehr Mut zusprechen: "Wer Fehler macht, braucht keine Angst haben, wir gehen ja in die Schule, um zu lernen." Seiner Meinung nach ist es auch besser, regelmäßig zu lernen – dann gehe alles leichter.

Alva,Gundelfingen



Alva erinnert sich daran, dass es am Anfang ganz schön schwer sein kann, wenn man sich morgens, vor der ersten Stunde, von den Eltern verabschieden muss. Aber sie sagt: "Man braucht sich keine Sorgen machen, denn die Lehrerinnen sind sehr nett und lenken einen sofort ab.

Pablo, Wittnau



"Ich habe gedacht, in der Schule muss ich immer auf dem Stuhl sitzen, aber das ist gar nicht so. In Deutsch haben wir mal ein Spiel gemacht, da durften sogar alle auf den Tischen stehen". Pablo, sieben Jahre alt, mag den Mathetiger besonders gerne, der bringt den Kindern die Zahlen bei. Als der Kasper die Zahlen geklaut hatte, mussten alle Kinder zum Suchen raus aus dem Klassenzimmer. "Das hat Spaß gemacht". Eine Zahl hing sogar in einem Baum!

Lisa, Gundelfingen



Lisa, die nun schon in die zweite Klasse der Johann-Peter-Hebel Schule in Gundelfingen kommt, rät den neuen Erstklässlern: "Auf den Schulranzen und den Turnbeutel sollte man immer gut aufpassen." Ganz besonders auf dem Schulweg, denn da mache sich manch einer, der hinter einem läuft, einen Spaß und öffne den Verschluss.

Philipp, Umkirch



Damit nicht gleich zu Beginn der Schulkarriere etwas schief geht, sollte der Inhalt der Schultüte stimmen. Philipp pocht auf Schokolade, nicht fehlen sollte auch ein Spielzeug. Er war im vergangenen Schuljahr einer von zwei Klassensprechern und hat auch einen Tipp für die Schulmensa: Meiden sollte man unbedingt Pizza mit Pilzen! Für die Pausen rät er zur Spielkiste, wenn man etwas Ruhe brauche. Aufpassen sollte man seiner Meinung nach in allen Fächern. Und was tut er, wenn es mal so richtig langweilig ist? "Ich stelle mir vor, dass ich einen Fernseher im Klassenzimmer habe – oder noch besser einen Flaschengeist."

Jure, Gundelfingen



Jure weiß aus eigener Erfahrung: "Wenn man in der Schule etwas verliert, taucht es meistens wieder auf." Zum Glück sind die Klassenkameraden hilfsbereit und unterstützen beim Suchen. Auch empfiehlt er den neuen Erstklässlern, unbedingt dicke Buntstifte im Mäppchen zu haben. "Die dünnen braucht man in der ersten Klasse gar nicht." Und immer mit Bleistift schreiben: "Da kann man sehr gut radieren, wenn mal was falsch ist."

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