150 Blutspenden in mehr als fünf Jahrzehnten

Sebastian Barthmes

Von Sebastian Barthmes

Di, 24. Mai 2022

St. Blasien

Otto Thoma aus Häusern ist ein überzeugter Blutspender/ 148 Spender zählt das DRK beim Blutspendetag am Freitag.

. 150 Blutspenden in fast 53 Jahren: Otto Thoma aus Häusern ist eine Ausnahme bei den Blutspendetagen in der Region. Für seine besondere Spende am Freitag in der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien hatte sich der 71-Jährige eigens ein Schild angefertigt – übersehen hatte der DRK-Ortsverein das Jubiläum allerdings nicht.

Im Jahr 1969 hatte er sich erstmals zu einer Blutspende entschlossen, erinnert sich Thoma. In den ersten Jahren habe man den Arm nach oben halten und abstützen müssen, doch das sei längst Vergangenheit. Wurde anfangs ein einfaches Pflaster auf die Einstichstelle geklebt, gab es in den späteren Jahren Pflaster und Verband – heute werde der Arm nur noch verbunden, sagt Thoma. Viel habe sich also nicht geändert, seit er Blut spendet.

Gleich geblieben sei beispielsweise die Blutuntersuchung. Als Blutspender "kann man Menschen helfen und man bekommt gleichzeitig eine kostenlose Blutuntersuchung. Das finde ich gut. Und wenn etwas festgestellt wird, bekommt der Hausarzt eine Information", sagt der langjährige Spender, der auch die in Folge der Corona-Pandemie eingeführte Terminierung lobt. Wollte man früher Blut spenden, habe man unter Umständen sogar bis zu zwei Stunden warten müssen, erinnert sich Thoma. Jetzt bucht er online einen Termin, kommt zur angegebenen Zeit und es läuft alles zügig ab. Man spare also viel Zeit.

In den vergangenen Jahren war die Zahl der Blutspender eine Zeit lang angestiegen, während aber weniger operiert wurde, sagt ein Mitarbeiter des Blutspendedienstes. Mittlerweile habe sich das Leben normalisiert, was sich auch im Rückgang der Spenden bemerkbar mache. Gleichzeitig werde wieder viel operiert, viele verschobene Eingriffe wurden und werden nachgeholt. Es werden also dringend Blutspenden benötigt, betont der Vertreter des Blutspendedienstes.

Dass er weiter etwas gegen den Mangel macht, ist für Otto Thoma klar. Der halbe Liter Blut, den er jeweils abgibt, sei eine wichtige Spende, ist er überzeugt. Auch er könnte einmal bei einer geplanten Operation oder einem Notfall auf eine Blutkonserve angewiesen sein. Also werde er mehrmals jährlich spenden, solange es möglich ist. Einen Tag vor dem 73. Geburtstag, so die Regel, bestehe dafür die letzte Möglichkeit, weiß Otto Thoma.

155 Menschen wollten am Freitag in der Fürstabt-Gerberst-Schule Blut spenden, tatsächlich seien 148 Spenden abgenommen worden, informierte Ulrich Egge vom DRK-Ortsverein St. Blasien, dessen Mitglieder den Blutspendedienst an solchen Aktionstagen jeweils unterstützen. "Sehr erfreulich war, dass 23 Erstspender zu dem Termin gekommen sind", sagte er.