Regierungspräsidium

2900 Einwendungen zum Ausbau der Rheintalbahn

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 22. November 2021 um 08:02 Uhr

Riegel

Das Regierungspräsidium und die Deutsche Bahn haben begonnen, die Stellungnahmen zum Neubau der Rheintalbahn auszuwerten. Ein Großteil der Einwendungen stammt von der Bürgerinitiative.

Nachdem am 13. Oktober die Einwendungsfrist im Anhörungsverfahren für den Planfeststellungsabschnitt (PfA) 8.0 von Kenzingen bis Riegel/Malterdingen zum Aus- und Neubau der Rheintalbahn endete, haben das Regierungspräsidium Freiburg (RP) und die Deutsche Bahn (DB) mit der Erfassung und Auswertung der Stellungnahmen und Einwendungen begonnen.

Als nächster Verfahrensschritt steht dann der Erörterungstermin an, der nach derzeitigem Stand für Ende 2022 vorgesehen ist. Wie das RP als Anhörungsbehörde mitteilt, haben sich neben den Kommunen Kenzingen, Riegel, Malterdingen, Herbolzheim und Ringsheim 33 Behörden, Infrastrukturunternehmen und Verbände zu dem Vorhaben geäußert.

Unterschiedliche und viele Forderungen

In den Stellungnahmen sind Forderungen, Anmerkungen und Hinweise unter anderem zu den Themenbereichen Schienenersatzverkehr, Überholgleise, Baulärm- und Baustraßen, Biotopvernetzung, Bodenverwertung und -entsorgung, Hochwasserschutz sowie zur Gestaltung des Bahnhofs Riegel und zum Betrieb der Kaiserstuhlbahn enthalten. Im Hinblick auf den Immissionsschutz werden zusätzliche Schallschutzmaßnahmen gefordert. Thema sind auch die bis zur Fertigstellung der Güterzuggleise erforderlichen provisorischen Verbindungsgleise mit der Rheintalbahn.

Rund 2900 Einwendungsschreiben sind eingegangen, die meisten davon unter Verwendung von Formularen, die von der Bürgerinitiative Bürgerprotest Bahn Herbolzheim-Kenzingen zur Verfügung gestellt worden waren.

Ein Großteil der Einwender fordert statt der von der DB geplanten zweigleisigen Güterzugtrasse eine viergleisige Autobahnparallele, auf der dann auch die ICE-Züge verkehren könnten. Um die ICE auf die Autobahnparallele überzuleiten, solle die vorgesehene Querspange zur Rheintalbahn für hohe Geschwindigkeiten trassiert werden. Auch die Stadt Kenzingen fordert die viergleisige Autobahnparallele, ebenso Herbolzheim und Ringsheim. Letztere befinden sich zwar nicht im PfA 8.0, haben aber trotzdem die Möglichkeit genutzt, eine Stellungnahme abzugeben.

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